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Die literarischen Häutungen des Vladimir Sorokin

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Von Thomas Franke

Vladimir Sorokin ist nicht nur äußerst umstritten, der russische Schriftsteller ist in den letzten 20 Jahren zum wohl wichtigsten russischen Autoren geworden. Einst Teil des sowjetischen Undergrounds, ist er heute ein Visionär der zwanghaften Abgrenzung Russlands vom Westen. In seinen jüngsten Romanen gibt es eine Mauer zum Westen, Russland ist voller chinesischer Einflüsse, die Welt ist archaisch, mittelalterlich, futuristisch.

Sorokin pendelt zwischen den Welten. Längst hat er Moskau verlassen, lebt am Rand der russischen Hauptstadt und in seiner Wahlheimat Berlin, in Charlottenburg, wie die Emigranten früherer Regime Russlands und der Sowjetunion.

Sorokin hat Theaterstücke geschrieben, Romane, wenige Gedichte. Wurde er früher noch von den Nationalisten gehasst, und seine Romane von Anhängern Putins verbrannt, liegen seine Bücher heute angeblich im Kreml und dem Parlament als Zielvorgabe. Dabei denkt Sorokin Entwicklungen einfach nur phantasievoll zu Ende.

swr2-literatur-20151110 Manuskript

© SWR2, Literatur, 

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