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Die Nachtstudio-Diskussion „Die Zukunft eines Kontinents“. Wie soll es weitergehen mit dem Projekt Europa?

Europa steht vor einer gewaltigen Aufgabe: Wie mit dem Krieg in der Ukraine und dem Angriff Russlands auf seinen Nachbarstaat umgehen? Darüber diskutieren Dag Nikolaus Hasse, Autor des Buches „Was ist europäisch? Zur Überwindung kolonialer und romantischer Denkformen“ und die Ukrainekennerin Dr. Susann Worschech, Europa-Universität Viadrina.

Die Schaffung der Europäischen Union war ein Friedensprojekt, das haben wir alle in den Jahren, als nur über Subventionen gestritten wurde, fast aus den Augen verloren. Jetzt gilt es, die Idee Europas als friedensstiftenden Institution wiederzubeleben, in der Grenzen nicht mehr mit Waffengewalt gezogen werden dürfen.

Anfang des Jahres schaltete die Bundesregierung eine Anzeige, in der sie dem „lieben Euro“ zum 20. Jahrestag seiner Einführung gratulierte. „20 Jahre, 19 Länder, eine Währung“ stand darüber. Darunter waren die Vorteile der Gemeinschaftswährung aufgezählt: „keine Wechselgebühren und transparente Preise im Urlaub“ sowie „breitere Produktvielfalt durch mehr Wettbewerb“. Alles richtig, aber nicht dazu angetan, große Begeisterung auszulösen. Wo steht Europa also heute, 20 Jahre nach der Einführung des Euro, im dritten Jahr der Pandemie und im Angesicht des Krieges in der Ukraine?

Die Zusammenarbeit über Staatsgrenzen hinweg bleibt im europäischen Raum meist auf wirtschaftliche Themen beschränkt. Das haben die Anstrengungen der Europäer gegen die Pandemie deutlich gezeigt. Welche Chancen hat Europa darüber hinaus? Wie soll es weitergehen mit dem Projekt Europa? Und welche Rolle könnten die Länder spielen, die wir bisher nur als Randgebiete wahrnehmen? Darüber diskutieren Dag Nikolaus Hasse, Autor des Buches „Was ist europäisch? Zur Überwindung kolonialer und romantischer Denkformen“ und die Ukrainekennerin Dr. Susann Worschech, Europa-Universität Viadrina.



© Bayern2, Nachtstudio, 22.3.2022

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