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„Die positive Kraft der Melange“ Porträt der Trompeterin Airelle Besson Mit Karl Lippegaus

Erstaunt stellte sie eines Tages fest, dass sie offenbar die einzige Jazztrompeterin Frankreichs war. Airelle Besson hatte nie etwas Besonderes in der Wahl ihres Instruments gesehen, es hatte sich alles so ergeben. Wenn sie ein Stück schreibt, tendiert sie oft zum Moll, doch allein auf weiter Flur fühlt sie sich nicht – davon zeugen ihre vielfältigen Aktivitäten.

Mit Karl Lippegaus

Allein auf über 30 Alben ist Airelle Bessons ätherischer Sirenengesang auf der Trompete zu hören. Die harte Arbeit am Instrument merkt man ihr gar nicht an. „Unser Lebensrhythmus ähnelt dem von Athleten. Es erfordert alles viel persönliche Disziplin.” In Paris geboren, lernte sie mit sieben Jahren Trompete und später dazu noch Geige. Nach dem Studium am Pariser Konservatorium gewann sie etliche Preise, u.a. Musikerin des Jahres 2014 und den Prix Django Reinhardt. Sie spielt in Orchestern wie der Laurent Cugny Band und Le Gros Cube. Mit Sylvain Rifflet gründete sie das Ensemble Rockingchair, mit dem Gitarristen Nelson Veras ein Duo und jüngst mit der Sängerin Isabelle Sörling ein eigenes Quartett. Ihr aktuelles Album ,Radio One’ wurde in Frankreich durchweg positiv aufgenommen.

© Deutschlandfunk, Jazzfacts, 23.11.2017

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