Radiotipps

Die Radiotipps für den 14.1.205

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„MoorReaktor“ Eine eigenwillige Sinfonie der Natur. Von Leonie Klein
Ein mit Erde, Pflanzen und Wasser gefülltes Aquarium − der MoorReaktor. Auf den ersten Blick ist kaum vorstellbar, dass es sich hierbei um ein Musikinstrument handelt.


18:00 Uhr ByteFM Forward The Bass mit Karsten Frehe

Night Walking
Was für ein feines Release! Chalart58, ein namhafter spanischer (Dub-)Produzent, Schlagzeuger und DJ aus Barcelona, hat sich für das Album „WET“ mit den Soul Adventurers (Foto) zusammengetan. Eine Kooperation mit einer kompletten Band also, was schon vom Setting her warme und analoge Sounds nahelegt. Zusätzlich hat man sich diverse Artists eingeladen, die mit ihren Stimmen und Lyrics den eleganten Reigen bereichern. Mit dabei ist z. B. der derzeit sehr umtriebige Joe Yorke, der mit seinem sanften Track „Night Walking“ das Album eröffnet. Ein feines, vielseitiges Album ist allen Beteiligten damit gelungen. Zudem sind heute folgende Artists und Bands mit an Bord: Los Babriks, Susan Cadogan & Stand High Patrol, Nazamba, Lasai, Junior Roy, Ragga Twins & MC Fat, Nai-Jah, Paulinho und Dubblestandart.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Fresh und funky: Epic Soul Kitchen & mehr Musik grenzenlos
Ein Oktett mit einer Vorliebe für tanzbare Musik in der Ästhetik des Jazz: das ist Epic Soul Kitchen, eine junge Band aus Passau, die gerade mit ihrem funky-freshen Debüt „Golden Green“ überrascht.


19:04 Uhr Bayern 2 Zündfunk

Zündfunk Popcorn: Die Serie „Squid Game“ zeigt, warum gute Menschen scheitern.
Mit Alexandra Martini und Katja Engelhardt


19:15 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Blut, Sand und Beton“ Deutschland und das NEOM-Projekt der Saudis
Von Marc Thörner Regie: Matthias Kapohl Produktion: Deutschlandfunk/WDR 2024

Mit dem Siedlungsprojekt NEOM strebt Saudi-Arabien nach internationalem Prestige. Doch Menschen vor Ort werden zwangsumgesiedelt, Kritiker mit dem Tod bedroht. Trotzdem sind deutsche Firmen am Bau beteiligt, gefördert von der Bundesregierung.
NEOM – eine Region der Zukunft, eingebettet in die menschenleere Dünenlandschaft zwischen Jordanien, Ägypten und dem Roten Meer. Grün, autofrei, CO2-arm, vernetzt durch öffentlichen Nahverkehr, umgeben von Touristenzielen – so zeigen es die PR-Videos internationaler Unternehmen. Aus Sicht saudischer Oppositioneller steht das Projekt allerdings nicht für Zukunft, sondern für das Gegenteil: eine Beton-Architektur von gestern, Gewaltherrschaft und Zwangsumsiedlungen von rund 20.000 Menschen, extralegale Tötungen und die bevorstehende Hinrichtung von NEOM-Gegnern. Deutschland unterstützt dort mit Bundesmitteln die Firma Thyssen Krupp beim Bau einer Fabrik für grünen Wasserstoff. Was sagen beteiligte deutsche Firmen zur Kritik; was deutsche Politiker? Und wie steht es um Deutschlands „wertegeleitete Außenpolitik“, wenn es um den Machthaber Prinz Mohammed Bin Salman geht?


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

Kampf gegen die Müllschwemme – Reparieren statt Wegwerfen? Von Philipp Landauer
Deutschland verursacht im Jahr über 400 Millionen Tonnen an Müll. Ein „Recht auf Reparatur“ soll die Abfallberge reduzieren und Hersteller dazu verpflichten, nachhaltiger zu produzieren.


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

Simon Rattle dirigiert Arnold Schönbergs Gurre-Lieder
Chor des Bayerischen Rundfunks, MDR-Rundfunkchor, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Leitung: Simon Rattle
Aufnahme vom 19. April aus der Isarphilharmonie, München
Gerne wird das Großwerk als „Abgesang auf die Romantik“ beschrieben. Im Jahr von Arnold Schönbergs 150. Geburtstag ist es nur passend, dass Chefdirigent Sir Simon Rattle die Gurre-Lieder zum 75. Geburtstag des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks auf die Bühne bringt.


20:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Hanzas Perons, Riga“
Ādolfs Skulte: „Wellen“, Sinfonische Dichtung (1934)
William Walton: Konzert für Viola und Orchester
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88
Santa Vižine, Viola; Lettisches Nationales Sinfonieorchester
Leitung: Vassily Sinaisky
Aufzeichnung vom 12.10.2024


20:10 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel

„Der Fall Maurizius (2/4)“ Von Jakob Wassermann
Bearbeitung Palma Regie: Ulrich Lauterbach Produktion: HR 1960

Der wegen Mordes zum Tode verurteilte Rechtsanwalt Karl Hau wird begnadigt und 1924 aus der Haft entlassen. Bald danach begeht er Selbstmord. Dieser authentische Kriminalfall hat Jakob Wassermann zu seinem berühmten Roman inspiriert
Der 16-jährige Etzel ist ein leidenschaftlicher Befürworter menschlicher Gerechtigkeit. Er leidet unter der kalten, moralisch selbstgerechten Weltanschauung seines Vaters, des Oberstaatsanwaltes Freiherr von Andergast. Als der Sträfling Leonhart Maurizius vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird, nimmt Etzel die Gelegenheit wahr, sich gegen seinen Vater aufzulehnen. Er will den Prozess gegen Maurizius wieder aufrollen. Damals hatte sein Vater als junger Staatsanwalt den Kunsthistoriker Maurizius des Mordes an seiner Frau angeklagt und war maßgeblich an dessen Verurteilung beteiligt, obgleich Maurizius stets seine Unschuld beteuert hatte. Etzel will die Wahrheit über den Fall herausfinden und reist zu Georg Warschauer, dem damaligen Kronzeugen des Prozesses.


21:00 Uhr SWR Kultur / HR 2 JetztMusik

„Donaueschinger Musiktage“ Kontrabass im Schlosspark
Florentin Ginot (Kontrabass)
Carola Bauckholt: My Light Lives in the Dark für Kontrabass und Elektronik
Lucia Kilger: mescarill für Kontrabass und Elektronik
(Konzert vom 19. Oktober 2024 im Schlosspark Donaueschingen)


21:00 radio 3 Neue Musik

Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik 2025 „Die Vorschau“ Mit Andreas Göbel
Vom 15. bis zum 19. Januar findet in diesem Jahr das Festival für neue Musik „Ultraschall Berlin“ statt, das radio3 vom rbb und Deutschlandfunk Kultur gemeinsam ausrichten. Die beiden Festivalleiter Andreas Göbel und Rainer Pöllmann stellen das aktuelle Programm vor.


21:00 Uhr NDRKultur Neue Musik

Reich & Richter, Kurtág & Kafka – NDR Das Neue Werk. Von Chantal Nastasi
Literatur und Bildende Kunst werden vielfach als Inspirationsquellen für die Neue Musik genutzt. Erstmals ins Deutschland zu erleben war jüngst „Reich/Richter“ von Steve Reich. Ein abstraktes Bild von Gerhard Richter wird hier optisch zerlegt, in Variations- und Veränderungsprozessen, und die Musik ist unmittelbar damit verbunden. Der hypnotische Eindruck, der sich schon nach wenigen Minuten einstellen kann, ist durchaus gewollt. Die Deutschlandpremiere gestaltete das Ensemble unitedberlin in der Elbphilharmonie. Eines der wichtigsten literaturinspirierten Werke der Moderne sind die Kafka-Fragmente op. 24 für Sopran und Violine solo von György Kurtág. Über Jahre hinweg sammelte Kurtág Tagebuch-Notate von Kafka und las fasziniert in dessen Büchern und Briefen. Kurtág bringt Kafkas Verrätselungen und Vieldeutigkeiten musikalisch so zum Fliegen, wie es kein anderer vermocht hätte. Eine Aufnahme mit der Sopranistin Johanna Vargas und dem Geiger Ilya Gringolts.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Jazz Live

Harmonische Spannungen: Lesley Mok’s „The Living Collection“
Aufnahme vom 6.9.2024 bei der Cologne Jazzweek. Mit Sophie Emilie Beha

Die New Yorker Schlagzeugerin Lesley Mok präsentierte mit ihrem Projekt „The Living Collection“ im besten Sinne lebendige Musik bei der Cologne Jazzweek: Gemeinsam mit ihrem Septett ließ sie eine aufregende Klangwelt voller Widersprüche entstehen. Genauso wie auf dem Album „The Living Collection“, für das Lesley Mok 2024 mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet wurde, kreierte sie mit ihrer Band auch beim Konzert Momente der Kontemplation, Einkehr und Ruhe. Dabei vermeiden es Lesley Moks Kompositionen jedoch, das Ensemble in eine stets harmonische Einheit zu zwingen. Stattdessen bevorzugt sie fließende, komplexe Strukturen, die die Reibungen zwischen den musikalischen Ideen betonen. Es entsteht eine kaleidoskopische Textur, die irgendwo zwischen vielen unterschiedlichen Stimmen und einem ungreifbaren, gemeinsamen Klangbild schwebt.


22:00 Uhr radio3 / NDRKultur Jazz

„Unermüdlich“ Joachim Kühn beim Jazzfest Berlin 2024. Mit Florian Rumberg
Kaum ein zweiter deutscher Pianist hat den internationalen Jazz so sehr geprägt und mitgestaltet wie Joachim Kühn. In den letzten vier Jahrzehnten hat er von Klassik über Free Jazz bis hin zu orientalischer Musik kaum ein Genre ausgelassen. Auch mit 80 Jahren sprüht Joachim Kühn noch voller Energie und lässt sich von seiner musikalischen Neugier leiten. Im November 2024 ist er beim Jazzfest Berlin zum ersten Mal mit seinem neuen French Trio aufgetreten. Florian Rumberg war dabei.


22:03 Uhr SWR Kultur / HR 2 Open World

Nah am Wasser gebaut: Musik aus den Hafenstädten Sète und Genua.
Von Anna-Bianca Krause


22:03 Uhr WDR 3 Jazz

Raymond Scott – On The Swinging Side. Mit Götz Alsmann
Ob witzige Jazz-Charakterstücke, Trickfilm-Soundtracks oder frühe Versuche mit elektronischer Musik – seit den 30ern war Raymond Scott immer der Mann für das Besondere. Götz Alsmann präsentiert eine seltene Lp mit Material der frühen 40er Jahre.


22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature

„Aus Sand gebaut“ Die Skulpturen der Künstlerin Jeewi Lee
Von Thorsten Jantschek Regie: Claudia Kattanek Deutschlandfunk 2025

Am Anfang steht die künstlerische Faszination für Sand. Dann hatte Jeewi Lee die Idee, einzelne Sandkörner originalgetreu zu großen Skulpturen zu machen. Eine Erkundung zwischen Kunst und Technik beginnt. Sie endet in einer Ausstellung.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Musikszene

Der Flügel verstimmt, der Auftritt: Legende! 50 Jahre „The Köln Concert“ von Keith Jarrett. Von Noemi Schneider
Es drohte ein riesiger Reinfall zu werden und wurde ein triumphaler Erfolg: Das „Köln Concert“, das der Pianist Keith Jarrett am 24. Januar 1975 in der Kölner Oper unter widrigsten Umständen (ein)spielte. Dabei lief bei diesem Konzert nichts nach Plan. Der bestellte Konzertflügel war nicht verfügbar, stattdessen musste Jarrett mit einem verstimmten und ramponierten Stutzflügel vorliebnehmen. Und doch: Die Aufnahme des „Köln Concert“ beim Label ECM ist mit über vier Millionen verkauften Tonträgern bis heute das einflussreichste und meistverkaufte Klaviersoloalbum der Musikgeschichte, es hat Generationen von Zuhörern und Musikern inspiriert und bewegt. Zum 50-jährigen Jubiläum hat Noemi Schneider in der Szene Stimmen eingeholt zu dieser Kulteinspielung, ihrer Besonderheit und Wirkung.


23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf

Am Tisch mit Uwe Wittstock, Autor und Literaturkritiker
Uwe Wittstock gehört seit Jahrzehnten zu den profiliertesten Literaturvermittlern im Land. Und er agierte dabei auf den unterschiedlichsten Ebenen. Sei es als Journalist bei der FAZ, als Lektor im S. Fischer Verlag oder als Literaturchef der Zeitschrift „Focus“.


23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix

„Die hohe Kunst der Reduktion“ Mit Noe Noack
Um das Weglassen, das Reduzieren von Musik auf das Wesentliche, darum geht es in dieser Stunde. Eine kleine Melodie, eine Idee zum Rhythmus dazu, eine akustische Gitarre, eine Stimme, ein kleiner Effekt und schon entsteht große Wirkung.
So legt das Kölner Trio „Kratzen“ stoisch, monoton und in endlosen Schleifen feine musikalische Schichten übereinander. Es entsteht eine hypnotische Atmosphäre. Eine Sogwirkung. Mit ein bisschen Krautrock und den guten Seiten von Post Punk und New Wave aus der Bundesrepublik in den späten 1970er und frühen 80er Jahren kommen „Kratzen“ daher. „Krautwave“ nennen sie auch folgerichtig ihren Sound. Juanita Stein, die Sängerin der Howling Bells, verfolgt einen anderen Ansatz der Reduktion. Sie macht solo minimalistische Folk-Alben. Carolina Lee aus Berlin bringt den psychedelischen Folk der 70er mit dem Dream Pop der 90er zusammen, während Theodor aus Offenbach auf reduzierten, souligen Space-Pop setzen. Dazu gibt es das wieder neu aufgelegte Dub-Album der Skatalites „Herb Dub Collie Du“ von 1976 und die neue Single von Tricky zusammen mit Dubkasm.


23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Zeit-Ton

2024 revisited. 20 Jahre velak, Kreativlabor und Austauschplattform. velak im Zeit-Ton Porträt
Der Verein für elektroakustische Musik – kurz velak – feierte 2024 sein 20-jähriges Jubiläum. Gegründet wurde er von in Wien tätigen Musikschaffenden, die sich mit unterschiedlichsten Formen und Aspekten elektroakustischer Klang- und Kunstgestaltung beschäftigen. Monatlich trifft man sich zur „velak Gala“. Diese Reihe fand an Orten wie dem Brut oder dem Echoraum statt. In der Serie „Export“ gibt es Konzerte im Ausland, etwa in Tokio oder letztes Jahr in New York.
Der Zeit-Ton präsentiert ein Porträt über die velak, diese prägende Einrichtung österreichischer, international vernetzter Elektroakustik.


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