Dokumentarfilm „Monk in Pieces“ im Kino – Die geliebte Stimme von Meredith Monk
Ein Filmtipp von Daniel Kothenschulte. Ein faszinierender Dokumentarfilm verhandelt die vielen Spielarten der Musik und Kunst der Amerikanerin Meredith Monk auf einer Ebene: „Monk in Pieces“.
Was beide hier und auf der vorangehenden Seite besprochenen, so ungleichen Filme dieser Woche verbindet, ist zufälligerweise der Spielort: Es ist ein Loft in Tribeca, New Yorks begehrtem Stadtteil, das in Celine Songs „Materialists“ den reichen Bewerber um die Gunst der Heiratsvermittlerin in seinem Sinn für Luxus charakterisiert.
Auch die Künstlerin und Komponistin Meredith Monk bewohnt ein Loft in diesem Stadtteil, doch als sie es vor sechs Jahrzehnten bezogen hat, lebte man dort so billig, dass sich Kunstschaffende kaum etwas anderes leisten konnten. Nicht einmal die einfache Küche hat sie in der Zwischenzeit modernisiert, was es den Filmemachern Billy Shebar und David C. Roberts bei ihrem Künstlerinnenporträt „Monk in Pieces“ einfach macht, im Filmschnitt durch die Zeit zu reisen.
© FR, Kultur, Film, 20.8.2025