„Drei Löcher im Pappkafka“ Fünf Korrespondentenjahre in Moskau … wieder online …

Nach Moskau zieht man nicht, da ist man froh, wenn man heil wegkommt, sagten unsere Mütter. Dann fällt eine Horde Möbelpacker über unseren Haushalt her, und fünf Jahre Leben und Arbeiten in Moskau beginnen.

Moskau ist eine Stadt zum Erleben, nicht zum Leben. Es wird stressig, das ist klar. Dann besetzt Russland auch noch die Krim. Wir haben einen Pappkafka. Eines Tages hat die Figur drei Löcher im Kopf. Message understood. Wir werden beobachtet – oder auch nicht. Wer weiß das schon.

Drei Löcher im Pappkafka
Oder: Fünf Korrespondentenjahre in Moskau
Von Thomas Franke und Gesine Dornblüth
Regie: Thomas Franke
Ton: Martin Eichberg
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017

© Deutschlandfunk, Feature, 12.12.2018

Gesine Dornblüth, geboren 1969, Slawistik-Studium und Promotion in Hamburg. 
Thomas Franke, geboren 1967, Politologie-Studium in Hamburg.

Gemeinsam gründeten sie das Büro „Texte und Töne“ in Berlin, das vor allem aus Südosteuropa und der ehemaligen Sowjetunion berichtet. 2012 bis 2017 lebten sie in Moskau, Dornblüth als Deutschlandradio-Korrespondentin. Ihr gemeinsames Stück „Bruderküsse in Demjansk“ (DLF 2001) wurde mit dem Prix Europa in der Kategorie „Current Affairs“ ausgezeichnet. 2017 erschien das Buch von Thomas Franke: „Russian Angst, Einblicke in die postsowjetische Seele“.

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