„Einfach und irre produktiv“ Porträt des Labels Mangel Records

Mangel Records ist ein junges Label, gut vernetzt im musikalischen Underground von Berlin. Da passiert viel Spannendes in der Musik. Von Jens Uthoff.

Wer glaubt, in der Coronazeit ginge es im musikalischen Underground Berlins etwas ruhiger zu, der sieht sich getäuscht. Die besten Gegenbeweise, die man dafür finden kann, sitzen einem mit Denes Bieberich, Anne-Sophie Lohmann, Oskar Militzer und Martin Leibelt an einem trüben Januartag in einem Café in Kreuzberg gegenüber. Diese Viererbande betreibt seit 2020 zusammen das Kassetten- und Plattenlabel Mangel Records. In der kurzen Zeit des Bestehens hat man es bereits auf elf Releases gebracht, überwiegend Musik von jungen, frischen Postpunk-Bands.



Doch darüber hinaus wirken alle vier auch selbst noch in unterschiedlichsten Musikprojekten mit. So bilden Bieberich und Lohmann gemeinsam das Minimal-Synth-Duo Ostseetraum, sie betreiben zudem das etwas gitarrenlastigere Projekt Klapper. Und gemeinsam mit Militzer machen sie unter dem Namen Liiek Musik. Auch mit dieser Band waren sie während der Coronazeit aktiv, Anfang Februar erscheint das zweite Liiek-Album, „Deep Pore“, das irgendwo zwischen den Polen Postpunk à la Wire/Gang Of Four und Post-Hardcore der Washingtoner Schule gut vor sich hingroovt.




© TAZ, Kultur, 31.1.2022

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