Eklektisch und experimentell: der Sound von Squid
Die englische Post-Punk-Band Squid legt mit »O Monolith« ihr zweites Album vor. Eine Musikrezension von Leon Maack.
Wer so viele originelle Ideen hat wie die englische Band Squid, der braucht keine Angst vor dem »sophomore slump«, dem enttäuschenden zweiten Album zu haben. »O Monolith« kommt kompakter, aber mit nicht weniger Intensität daher als das von der Kritik gefeierte Debüt »Bright Green Field«. Für die Produktion der Platte zeigt sich wie schon beim Erstling Dan Carey verantwortlich, der bereits mit Fontaines D.C. und Wet Leg großartigen Post-Punk zustande brachte.
»O Monolith« ist wie sein Vorgänger bei dem Londoner Kultlabel Warp Records erschienen. Der Name war ursprünglich als Akronym für Weird and Radical Projects gedacht; eine Bezeichnung, der die britische Post-Punk-Band mehr als gerecht wird. Keiner der acht Tracks auf »O Monolith« ähnelt dem anderen, der Sound ist eklektisch und experimentell.
© Jungle World, Dschungel, 17.8.2023