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„Erinnerung an die Zukunft“ Afro-Futurismus gestern und heute Mit Harry Lachner / Aktualisiert

Wenn das Leben für die Schwarzen in den USA unerträglich ist, bleibt nur mehr die Flucht in den Weltraum. Das mochte sich Sun Ra gesagt haben, als er Science-Fiction-Ideen mit Afro-Mythen kombinierte.

Mit Harry Lachner

Der Begriff Afrofuturismus, mit dem man diese Haltung beschreiben kann, geht aber über die Musik hinaus, umfasst literarische Zeugnisse ebenso wie Werke der Bildenden Kunst und des Films. Die utopischen Ideen des Afrofuturismus im Jazz hatten ihre Blütezeit in den 60er- und 70er-Jahren – einhergehend einem wachsenden Selbstbewusstsein der schwarzen Community, der immer noch eklatanten Trennung zwischen Schwarz und Weiß. Doch ist der Afrofuturismus nicht ein historisches Phänomen, sondern tritt in der aktuellen Musikszene wieder stärker in Erscheinung. Beispielhaft dafür sind die Veröffentlichungen der Flötistin Nicole Mitchell, die sich teilweise an den Science Fiction-Romanen von Octavia Estelle Butler orientiert – und musikalisch auch das Erbe der AACM-Kooperative aufgreift und weiterführt.

 

 

© SWR 2, NOW Jazz, 27.10.2017

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