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Essay: „Aufklärung über Romantik“

Eine zeitdiagnostische Erkundung von Hans von Trotha. Mit dem 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich wird in diesem Jahr einmal mehr die Gedankenwelt der Romantik heraufbeschworen: die vermeintliche Innerlichkeit, die unterstellte Sehnsucht nach der ursprünglichen Natur. Das gilt es, zu überprüfen.

Ob wir nicht zurückkehren sollten zu großen Projekten wie denen der Romantik, sei es in der Philosophie, in der Kunst, in der Musik oder auch in der Politik? Das wird immer wieder gefragt, wenn der Ennui das Bedürfnis nach der Flucht aus der Gegenwart befördert. Was für ein Begriff von Romantik liegt dem zugrunde? Eine Rückkehr, meint Hans von Trotha, ist schon deswegen nicht möglich, weil wir der Romantik immer noch verhaftet sind.

Wenn wir wirklich etwas ändern wollten, stünde eher eine Rückkehr zur Aufklärung an, von der wir einen ebenso einseitigen, in die Irre führenden, wenn nicht falschen Begriff haben wie von der auf sie folgenden romantischen Epoche. Ein Versuch der historischen Sondierung, um uns in unserer Zeit zu verorten und besser zu erkennen, wohin wir womöglich zurückkehren sollten, wenn wir vorankommen wollen. 



© Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 3.3.2024

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