Essay: Die Kunst des Miteinander-Redens oder Auswege aus der Polarisierungsfalle
Bernhard Pörksen im Gespräch mit Thorsten Jantschek. Öffentliche Debatten eskalieren zunehmend zum giftigen Streit. Droht das Ende von Respekt und Vernunft? Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen plädiert für eine Ethik des Miteinander-Redens als Schule der Demokratie und des guten Miteinander-Lebens.
Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen analysiert den kommunikativen Klimawandel. Er zeigt Auswege aus der Polarisierungsfalle in Zeiten der großen Gereiztheit und entwirft eine Ethik des Miteinander-Redens, die Empathie und Wertschätzung mit der Bereitschaft zur klärenden Konfrontation verbindet. Anschaulich und mit vielen Beispielen führt er vor, wie Geschichten und Erzählungen die Wahrnehmung öffnen und wie die Kunst des Miteinander-Redens zu einer Schule der Demokratie und des guten Miteinander-Lebens werden könnte.
Bernhard Pörksen ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Er erforscht die Macht der öffentlichen Empörung und die Zukunft der Reputation und veröffentlicht wissenschaftliche Aufsätze, Essays und Kommentare in vielen Zeitungen. Im Jahre 2008 wurde Bernhard Pörksen zum „Professor des Jahres“ gewählt, 2024 erhielt er den Erich Fromm-Preis für sein Werk und sein öffentliches Engagement. Die wichtigsten Buchveröffentlichungen: „Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung“; „Die Kunst des Miteinander-Redens. Über den Dialog in Gesellschaft und Politik“ (gemeinsam mit dem Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun). Anfang 2025 erschien sein neues Buch mit dem Titel „Zuhören. Die Kunst, sich der Welt zu öffnen“ (Hanser-Verlag).
© Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 30.3.2025