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Essay: Plädoyer für einen innovativen und risikofreudigen Staat

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Mariana Mazzucato im Gespräch mit Andreas von Westphalen. Der Staat ist ineffizient und schwerfällig, die Privatwirtschaft dagegen effizient und innovativ. So lautet eine weit verbreitete Ansicht. Ihr widerspricht Mariana Mazzucato. Die Ökonomin zeigt, wie innovativ und risikofreudig Staaten sein können.

So kann der Staat bei der Entwicklung und Förderung bedeutender technologischer Innovationen eine extrem wichtige Rolle spielen. Oft aber übernimmt er bei der Erschließung neuer Technologiefelder ausschließlich das Risiko und mögliche Verluste. Ein weiteres Problem: Durch Outsourcing, Privatisierung und die zunehmende Beschäftigung von Consultingfirmen schränkt der Staat sich immer mehr in seinen Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten ein. Dadurch droht er tatsächlich schwerfällig und ineffizient zu werden.

Mariana Mazzucato ist Professorin für Economics of Innovation and Public Value am University College London sowie Gründerin und Direktorin des Institute for Innovation and Public Purpose. Sie arbeitet zudem als Beraterin für zahlreiche Regierungen und internationalen Institutionen.

© Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 5.10.2025

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