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Essay: Zur Zukunft der Kultur – Nicht nur in Zeiten knapper Kassen

Von Eva Kraus. In Zeiten knapper Kassen trifft es zuerst die Kultur. Doch auch abseits davon sieht die Direktorin der Bundeskunsthalle Eva Kraus die Kulturbranche in Gefahr. Darüber denkt sie im Kölner Kongress “Bergab? Erzählen in schwierigen Zeiten” nach.

Wenn es um das Einsparen öffentlicher Ausgaben geht, ist Kultur immer zuerst dran. So jedenfalls der allgemeine Eindruck. Ist Kultur nur ein „nice to have“ des öffentlichen Lebens oder übernimmt sie im Gemeinwesen auch zukünftig wichtige Aufgaben?
Alarmierend ist die Tatsache, dass in den aktuellen Programmen der Parteien die Kultur kaum eine Rolle spielt. Eine kulturpolitische Mut- und Ideenlosigkeit macht sich breit. Die Einsparungswelle in den Bundesländern, auf kommunaler Ebene, aber auch im Bund wird schmerzlich spürbar – und ergreift auch den Kulturbetrieb. Eine parteienübergreifende Kulturstrategie fehlt und wäre, auch wenn die politische Besetzung der nächsten Koalition noch offen ist, wohl kaum zu erwarten. Was ist zu tun? Ein Appell.

Dr. Eva Kraus ist seit August 2020 Intendantin der Bundeskunsthalle. Zuvor war sie u.a. als künstlerische Direktorin und Geschäftsführerin des Neuen Museums – Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg, Gründerin und Leiterin der Galerie Steinle Contemporary in München sowie Direktorin der Friedrich Kiesler-Privatstiftung in Wien tätig.

© Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 16.3.2025

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