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„Fakes als Kunst“ Dieses obskure Objekt des echt Falschen. Von Achim Hahn

Es ist oft mehr als ein Spiel: Dichtungen, Kunstwerke, Musik oder Filme, die angeblich von Künstlern geschaffen worden sein sollen, obwohl es diese nie gab. Fake als künstlerische Strategie stellt oft auf raffinierte Weise jede Form von Gewissheit infrage.

Angeblich war Grete-Penelope Mars Bochums einzige Dadaistin. Nur gelebt hat sie nie. Sie ist eine Erfindung von Slam-Poeten. Quasi die fiktive Fortschreibung eines realen Kunstwerks: mit der tatsächlichen Umbenennung eines öffentlichen Platzes und eigener Büste im angrenzenden Park.

Sie ist kein Einzelfall in der fiktiven Literaturgeschichte, und auch die Kunst-, Musik- und Filmgeschichte ist voller Erfindungen angeblicher Künstler.

Mit Fakes werden immer auch künstlerische Fakten geschaffen. Eine eigenständige Strategie der zeitgenössischen Kunst?



Dieses obskure Objekt des echt Falschen
Fakes als Kunst
Von Achim Hahn

Regie: Susanne Krings
Es sprachen: Nikolaus Benda, Nils Kretschmer, Michael Kamp
Ton und Technik: Eva Pöpplein und Caroline Thon
Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Deutschlandfunk 2019

© Deutschlandfunk, Freistil, 14.8.2022

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