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Feature „Stopfe ihn das Maul “ Helene Weigel in Briefen und Tondokumenten

Am 12. Mai vor 120 Jahren wurde die Schauspielerin und Theaterleiterin Helene Weigel geboren. Während sie als Darstellerin der Mutter Courage weltbekannt wurde, ist über ihre Arbeit als Intendantin des „Berliner Ensembles“ weniger bekannt.

Von Stefan Mahlke

Doch in ihren Briefen wird ihr Engagement als Theatermanagerin transparent: als Mutter, die ihre Schäfchen hütet, als clevere Bittstellerin bei Kulturpolitikern, als harte Streiterin für ein vermeintlich werkgetreues Brecht-Verständnis. Sie selbst bezeichnet sich als „Briefschwein“, was heißen soll, dass ihre Briefe nicht literarisch sind. Sie sind witzig und direkt.

„Stopfe ihm (Unseld) das Maul mit den Geschichten, die Frau Ramthun zusammengestellt hat und evtl. einem Vorschlag für mindestens zwei Bände Theatertheorie. Er soll bloß nicht jammern“, schreibt sie an Elisabeth Hauptmann. Dokumentiert ist in den Briefen auch ihre langjährige Freundschaft zu Therese Giehse.

Ein interessanter Blick auf die in der Öffentlichkeit weithin unbekannte Seite von Helene Weigel.


„Stopfe ihn das Maul “ Helene Weigel in Briefen und Tondokumenten
Von Stefan Mahlke
Regie: Jürgen Dluzniewski
Produktion: MDR 2000

© kulturradio, Feature, 6.5.2020 ©Foto: Edmund Kesting

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