Medientipps

Filmdienst: Wieder im Kino „Im Reich der Sinne“

Von Stefan Volk. Zur Wiederaufführung von „Im Reich der Sinne“ von Nagisa Ōshima, der vor 50 Jahren den Staatsanwalt auf den Plan rief …

Fünfzig Jahre, nachdem Nagisa Ōshimas „Im Reich der Sinne“ auf der Berlinale wegen „Verbreitung von Pornografie“ beschlagnahmt wurde, kommt die japanische Amour fou in einer restaurierten 4K-Fassung neu ins Kino. Eine Reise zurück in eine Zeit, in der es Filme gab, die von einer transzendenten Sinnlichkeit an der Grenze zum Tod erzählen wollten.

Am 17. Juni 1975 schrieb der damals 43-jährige japanische Regisseur Nagisa Ōshima in sein Notizbuch: „Ich werde einen Porno drehen – nicht einfach nur einen Film, sondern einen Porno, von A bis Z.“ Inspirieren ließ er sich dafür von einem legendären historischen Kriminalfall: der Geschichte der Sada Abe. In der Nacht zum 18. Mai 1936 tötete Abe nach einer exzessiven erotischen Affäre ihren Geliebten Kichizô Ishida. Hinterher trennte sie mit einem Messer das Geschlechtsteil des Toten ab, wickelte es in eine Zeitschrift und packte es in ihre Handtasche. Mit Blut schrieb sie „Sada, Kichi Futari-kiri“ („Sada, Kichi für immer vereint“) auf den Leichnam und spazierte davon.

© Fimdienst, 17.6.2026

(Visited 17 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.