Folkmar Hein – Tonmeister, Festivalmacher, Mäzen „Sammeln. Stöbern. Studiotechnik“
Von Stefan Fricke. Das Studio der TU Berlin war die Schaltzentrale elektronischer Musik schlechthin, namentlich sein Leiter von 1974 bis 2009: Folkmar Hein.
Bis heute engagiert sich der 1944 in Westfalen geborene um den stetig anwachsenden Bestand von eigens für Lautsprecher komponierter Musik.
Er selbst würde abwiegeln, aber ohne Folkmar Hein, der von 1974 bis 2009 das Elektronische Studio der Technischen Universität Berlin geleitet hat, hätte sich die elektroakustische Musik, für die Hein das Kürzel EM prägte, in der Bunderepublik und weit darüber hinaus zweifellos anders entwickelt. Vermutlich nicht so vielstimmig, farbig, zugänglich und auch nicht so nachhaltig. Bis heute engagiert sich der 1944 in Westfalen geborene Hein um den stetig anwachsenden Bestand von eigens für Lautsprecher komponierter Musik. Er unterhält die Website www.emdoku.de und organisierte seit 1985 drei Jahrzehnte lang die wöchentliche Veranstaltung „EMhören“, wozu auch EMdiskutieren gehörte; auch leitete er von 1985 bis 2010 das von ihm begründete (West-)Berliner Festival „Inventionen“. Überdies hat Hein privat etliche Kompositionsaufträge vergeben und dieses mäzenatische Engagement 2018 in Kooperation mit der DEGEM, der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik, verstetigt: Seither gibt es in Erinnerung an den Freund und Mitarbeiter den jährlichen „Thomas-Selig-Fixed-Media-Preis“.
© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 9.12.2025