Für Paul Celan zum 50. Todestag: „Es wird ein Gehn sein“ Von Chiara Caradonna und Ofer Waldman sowie weitere Texte über Celan
Das Gehen ist ein wichtiges Motiv im Werk von Paul Celan, der 1970 in Paris starb. 1967 ging er in Berlin, 1969 in Jerusalem herum – beide Städte haben Spuren in Gedichten hinterlassen. Wie klingen die Verse heute, wie haben sich die Orte verändert?
Paul Celan, der vor 50 Jahren starb, ist viel spazieren gegangen. Gehen war dem deutschsprachigen jüdischen Dichter aus der Bukowina wichtig, der nach 1948 im Pariser Exil lebte. Es hat in seinem Werk viele Spuren hinterlassen. Im Gedicht „Engführung“ ruft er dazu auf, vom Lesen zu einer Bewegung durch den Raum überzugehen, die die Spuren der Vergangenheit aufsucht und sie mit der Gegenwart in Verbindung setzt.
© Deutschlandfunk Kultur, Literatur, 19.4.2020
Vor fünfzig Jahren starb Paul Celan. Sein Werk erzählt von einer eskalierenden Verstörung
Am 20. April 1970 ging der Dichter in Paris in die Seine. Die Verzweiflung liess sich nicht mehr in dichterische Bahnen lenken.
Von Paul Jandl / NZZ
Das Eigene und das Andere
Fünf Jahrzehnte nachdem sich der Dichter Paul Celan das Leben nahm, fängt das tiefere Verständnis für die Geschichtlichkeit seiner Welt erst an.
Von Gregor Dotzauer / Tagesspiegel
Es ist Zeit, dass es Zeit ist
Der Kunsthistoriker und Lyriker Klaus Demus war sein Leben lang mit Paul Celan bis zu dessen Tod befreundet. Die Autorin Susanne Ayoub hat ihn in Wien besucht.
Von Susan Ayoub / Der Standard