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„Gespenstische Medien“ Der Geist und die Geister Von Andreas Ammer

Draußen Gewitter, drinnen pfeift der Wind … Eigentlich ist es klar, wo die Gespenster wohnen. „Die Gespenster hausen nicht in alten Schlössern, sie stecken in uns selbst“, wusste Luigi Pirandello. Man darf also vernünftigerweise davon ausgehen, das alle bisher bekannten Gespenster vom menschlichen Erfindungs-Geist hervorgerufen wurden.

Von Andreas Ammer

Und doch ist es merkwürdig, dass gerade in „vernünftigen“ Zeiten besonders viele Gespenster entstehen. So fällt die erste massenhafte Geister-Produktion (von Svedenborg bis hin zu den auf Rauch produzierten Laterna-magica-Jungfrauen) nicht umsonst ins Zeitalter der Aufklärung. Und über Gespensterphotographie, wie Conan Doyle sie betrieb, und die paranormalen Tonbandstimmen bis hin zur Geisterjäger-App gilt: Immer wenn ein neues Medium erfunden wird, wird es zuerst zur Gespenstererzeugung benutzt. Andreas Ammer hat seine hochempfindlichen Mikrophone ausgelegt, um diesen medialen Erscheinungen auf die Spur zu kommen. Denn vielleicht sind so immaterielle Phänomene wie der Geist und das Radio am ehesten bei sich, wenn sie Geister erzeugen: Wuhhuuuuuuu!

© Bayern 2, Nachtstudio, 31.11.2017

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