„Glitzernd… pulsierend… eine endlose Zeit“ Wie sich Musik unter Drogeneinfluß verändert
Je nach Cerebrum kann ein und dieselbe Musik sehr unterschiedlich tönen, und falls eine dritte Komponente hinzutritt, z.B. eine bewusstseinsverändernde Droge, verwandelt die Musik sich unweigerlich ins nochmal kaum Wiedererkennbare.
Ulrich Holbein
Das Themenfeld wirft Fragen auf: „Wieso wird psychedelic music fast ausschließlich von Popfreaks gehört? Und wieso nehmen Bildungskonsumenten bzw. E-Musik-Freunde selten LSD?“ Statt Antworten folgen Trip-Protokolle und Subjektiv-Reflexionen eines überaus atypischen Alt-Hippies, welcher sich nicht George Harrison, Tangerine Dream, Grateful Dead und anderen Acid-Rock reinzieht, sondern die halluzinogenen Dimensionen des arglosen Anton Bruckner auslotet, oder auch „Der Tod und das Mädchen“ auflegt, Nußknacker-Suite, Mozartquartett, Gustav Mahler, György Ligeti und mancher anderer. Ein bis dato wunderbar unerforschtes Terrain!
© WDR 3, Open Sounds, 14.4.2018