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„Hass und Polarisierung“ Wie Konzerne Forschung zu Social Media behindern

Von Kathrin Kühn und Luca Rehse-Knauf in Zusammenarbeit mit der Deutschlandfunk Faktencheck-Unit (DLF). Welche negativen Folgen haben soziale Medien? Diese drängende Frage lässt sich kaum beantworten, denn die Forschung kommt nur schwer an Daten. Manche vergleichen die Lage sogar mit der Verschleierungstaktik der Tabak- oder Ölindustrie.

Die sozialen Medien haben unsere Gesellschaften verändert. Sie sind ein Ort für Falschinformationen, Polarisierung, Hass und Hetze – mit Folgen für die Demokratie. Doch so groß die Diskussionen, so schwammig sind die bisherigen Erkenntnisse, trotz der Relevanz. Daran haben die Social-Media-Konzerne selbst ihren Anteil. Sie bestimmen zu großen Teilen, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihren Daten arbeiten können, trotz neuer Vorgaben der EU. Was sind hier die größten Probleme? Die Deutschlandfunk-„Systemfragen“ haben mehr als 20 Forschende befragt. Sie berichten von aufwändigen und langwierigen Antragsverfahren, lückenhaft zugelieferten Daten, zunehmenden Einschränkungen bei bisher öffentlichen Datenzugängen und sogar Druck von Seiten der Konzerne. Gleichzeitig gibt es auch industrienahe Studien, die den Konzernen womöglich helfen können, ihr Bild in der Öffentlichkeit mitzuzeichnen. Ist das die Form von Wissen, die wir als Gesellschaft brauchen?

Interview mit Prof. Dr. Stephan Lewandowsky, Social-Media-Forscher, Universität Potsdam
Social-Media-Forschende erzählen: Das sind die größten Probleme
Ergebnisse der Systemfragen-Recherche: Das sind die Knackpunkte

© Deutschlandfunk, Systemfragen, 30.4.2026

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