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Heiße Walzer – Die Entdeckung des Dreivierteltakts im Jazz

Von Odilo Clausnitzer. Im Jazz liegt die Betonung auf dem zweiten und vierten Taktschlag – eine grobe Binsenweisheit. Aber was, wenn der Takt nur drei Schläge hat?

Es hat eine Weile gedauert, bis Jazzmusiker eine Möglichkeit gefunden haben, trotzdem zu swingen. Als frühester Jazz-Walzer der Plattengeschichte gilt Benny Carters „Waltzing The Blues“ von 1936. Aber erst, nachdem Schlagzeuger Max Roach 1957 ein ganzes Album im Dreivierteltakt veröffentlicht hat, war der Bann für das selbstverständliche Improvisieren im ungeraden Metrum gebrochen. Bekanntestes Stück darauf: Sonny Rollins‘ „Valse Hot“.

© SWR Kultur, Jazz, 29.3.2025

Max Roach:
The Drum Also Waltzes
Max Roach

Sonny Rollins:
Valse Hot
Max Roach

Max Roach:
Blues Waltz
Max Roach

Benny Carter:
Waltzing The Blues
Benny Carter

Thomas Waller:
Jitterbug Waltz
Fats Waller

Thomas Waller:
Jitterbug Waltz
Dinah Washington

Bill Evans:
Waltz For Debby
Bill Evans

Frank Churchill:
Someday My Prince Will Come
Dave Brubeck

Richard Rodgers:
My Favourite Things
John Coltrane

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