„Hilde und Rio singen ein Duett“ Die Diskographie von Blumfeld ist wiederveröffentlicht

Die sechs Alben von Blumfeld sind kürzlich wiederveröffentlicht worden. Die Band war, wie auch viele andere der Hamburger Schule, inspiriert von zwei Vorbildern: den Schlagern einer Hildegard Knef und dem Rock eines Rio Reiser.

Von Salya Föhr/JungleWorld

Die Musik von Blumfeld changierte immer auf amüsante Weise zwischen Ernst und Ironie, zwischen Gesellschaftskritik und seltsamer Blödelei, zwischen Schlager in seiner fast schönsten Form und Sprachkaskaden in einem Rhythmus, der eher an Formen des Rap als an Punk erinnert, zumindest auf den ersten beiden ­Alben »Ich-Maschine« (1992) und »L’etat et moi« (1994).

Diskurspop, Pennälermusik, bedeutende deutsch­sprachige Band der Neunziger, Punkrock, Dissidenz – was Blumfeld zugeschrieben wird, ist so vielfältig wie zutreffend.

Von Salya Föhr

Anfang Dezember wurde die komplette Diskographie der Band, bestehend aus sechs zwischen 1992 und 2006 erschienenen Studioalben, in einer Vinyledition erneut aufgelegt – 13 Jahre, nachdem sich die Wege von Jochen Distelmeyer, André Rattay, Lars Precht und Vredeber Albrecht 2007 getrennt hatten. 2014 gingen sie zum 20jährigen Jubiläum von »L’etat et moi« wieder auf Tour, 2018 und 2019 folgte eine Reunion-Tour in alter Besetzung (Distelmeyer, Rattay und Eike Bohlken).




© JungleWorld, Dschungel, 10.1.2020

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