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Hörspiel: „Mein Freund Lennie oder die Reise“ Wiedersehen nach 70 Jahren

Juni 1945. Die Freundschaft zweier Internatsschüler, 11 und 12 Jahre alt, gipfelt in einer zehntägigen Reise durch das chaotische Nachkriegsdeutschland auf dem Weg von der Donau nach Hause an den Main.

Der er eine will nach Frankfurt, der andere in die Nähe von Würzburg. Sie sehen sich nie wieder. Kinder, Freunde und Bekannte wollen die Geschichte immer wieder hören. Aber wo war der Freund geblieben? Lebte er noch? Dann gibt ein wiedergefundenes Tagebuch den Anstoß zur erneuten Suche. Die Überraschung wartet in den USA.

„Mein Freund Lennie oder die Reise“

Mitarbeit Roland Gerhardt
Regie: der Autor
Mit: Raphael Jové, Lennie Cujé und Ulrich Gerhardt
Ton: Ursula Potyra, Melanie Inden, Hermann Leppich
Produktion: HR/Deutschlandfunk Kultur/RBB 2017
Länge: 86’46
Ursendung

Ulrich Gerhardt, geboren 1934 in Berlin, prägte mit seinen innovativen und experimentierfreudigen Inszenierungen das deutsche Hörspiel. Er studierte Schauspiel in Hannover, dann Theaterwissenschaft und Germanistik an der FU Berlin. 1960 begann er bei RIAS Berlin und lernte dort sein Handwerk von der Pike auf. 1970 wurde er Leiter der Wortproduktion bei RIAS Berlin. Bekannt wurde er in dieser Zeit für seine Arbeit mit der Kunstkopfstereofonie. Von 1980–1986 war er Leiter der Hörspielabteilung des SFB (zusammen mit Garleff Zacharias-Langhans). Seitdem freier Regisseur. Er erhielt zahlreiche Preise für seine Regieleistung: Kurt-Magnus-Preis 1963, Das goldene Mikrofon 1973 (Präsentation von „Demolition“ von Alfred Bester, der ersten Kunstkopf-Produktion auf der Funkausstellung Berlin), Hörspielpreis der Akademie der Künste Berlin (Lautsprecher) 1992 für „Roter Stern“ von Simone Schneider, Hörspiel des Jahres und Robert-Geisendörfer-Preis 1999 für „Gespräche mit Lebenden und Toten“ von Svetlana Alexijewitsch.

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