homeoffice [2] Schlagquartett Köln // Neue Musik für Schlagzeug
Konzerte und Festivals sind für die nächsten Monate abgesagt – manche Solo-Musiker verlegen ihren Auftrittsraum in das Internet. Doch wie gehen Ensembles mit der Corona-Krise um, die sonst gemeinsam musizieren? Das Schlagquartett Köln über das Zusammenspiel auf Distanz.
Mit Simonetta Dibbern
Die finanziellen Auswirkungen der Kontaktsperre für freischaffende Musiker sind das eine. Das andere ist das Verbot des gemeinsamen Arbeitens. Zwar könnten die vier Perkussionisten Thomas Meixner, Achim Seyler, Dirk Rothbrust und Boris Müller hinter ihren Instrumenten den geforderten Abstand wahren – doch die Arbeit als Ensemble ist derzeit so gut wie unmöglich. Seit mehr als 30 Jahren hat das Schlagquartett Köln sich einen Namen in der zeitgenössischen Musik erspielt und dabei auch immer wieder neue kreative Klangideen entwickelt. Wie sie mit der aktuellen Situation umgehen, welche Perspektive sie sehen und wie sie die Zusammenarbeit trotz aller Widrigkeiten fortsetzen, erzählen sie im Interview.
Mit Ausschnitten aus:
Thierry de Mey „Musique de table“ für 3 Tischschlagzeuger
Carola Bauckholt „Hirn und Ei“ Musiktheater für zwei Stimmen, drei Celli und vier Schlagzeuger
sowie „Hellhörig“ für drei Sänger, Klavier, Cellotrio und Schlagzeugquartett
Michael Maierhoff „Shopping 4.0″ (2005/15) für vier Schlagzeuger
Masahiro Miwa „4 Bits Counters“ (2010) für acht Hände
Rebecca Saunders „Dust – Modules 5/3/4“ für Soloschlagzeug
Karin Haussmann „Zoom“ für vier Schlagzeuger
Wolfgang Rihm „Stück“ (1990) für 3 Schlagzeuger
Ensemble Schlagquarett Köln
© WDR 3, Studio Neue Musik, 3.5.2020