Jazzhalo Musiktipp: Sheen Trio – Transitory / Unit Records
Von F. Dupuis-Panther. Ungestüm und ein bisschen wie ein klanglicher Wirbelwind wird das Stück „Transitory“ eröffnet. Harte Beats vernehmen wir ebenso wie die Weichzeichnungen der Klarinette. Sehr dominant ist das Spiel der Gitarristin, die uns in Sphären von Rock Music zwischen Jeff Beck, Jimmy Page, Pink Floyd und Alan Parsons entführt.
Übergänge werden deutlich, auch wenn nach der Gitarristin die Klarinettistin lautstark im Fokus steht, kreischend, heulend, aufbrausend, flirrend, wimmernd. Derweil entwickeln sich die Rocklinien weiter, dank an Ula Martyn-Ellis (Electric Guitar) und Philipp Buck (Drums). Bis zum letzten Ton allerdings vernehmen wir Klangtosen, ohne und mit Übergang. Sehr lyrisch ausgerichtet ist „Cocoon“. Da entwickeln alle drei Musiker ein feines Klanggespinst, mutet das, was die Klarinettistin klanglich entwickelt, kammermusikalisch an. Klangliche Weichzeichnungen werden manifestiert, derweil die Gitarristin kurzes Saitengezupfe als distinkte Äußerung zum Stück beiträgt. Danach allerdings entwickelt Ula Martyn-Ellis weiche Linien und Shabnam Parvaresh lässt hier und da in ihrem Spiel an Klezmer denken. Wehklagend vernehmen wir die Klarinettistin ebenso wie aufgebracht.
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