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Jeff Beck „Der Saitensänger“ von Tobi Müller und weitere Nachrufe

Jeff Beck war ein Superstar für alle Gitarrenliebhaber, er wies gleich mehreren Genres den Weg. Nun ist der einzigartige Einzelgänger gestorben. Ein Nachruf von Tobi Müller.

Wer in den vergangenen 60 Jahren E-Gitarre gespielt hat und dabei mehr im Sinn hatte als drei Akkorde und gutes Aussehen, kannte seine Sounds. Denn Jeff Beck konnte mit der Fender Stratocaster Bomben fallen lassen wie Jimi Hendrix, nur kontrollierter als der geniale Kollege. Er zog die Saiten auf dem Griffbrett so sicher zum gewünschten Ton hin, dass man oft nicht wusste, ob das noch Bendings sind, wie es in der Fachsprache heißt, ob er den Tremolohebel dazu benutzte oder nur etwas Vibrato auf die Fingerkuppen drückte. Das gelang ihm oft sogar sauberer und doch flirrender als Eric Clapton. Und seine Klangforschungen mit übersteuerten Verstärkern und dazwischen geschalteten Effektgeräten, welche die Riffs des schwarzen Chicago Blues ins psychedelische Zeitalter verlängerten, wurden in England sofort gehört, zum Beispiel von Jimmy Page, der mit Robert Plant die Band Led Zeppelin gründete, die Supergroup der Siebzigerjahre.

Beck war ein Musiker, der andere Musiker schockartig beeinflusste. Doch auf dem Podest der heute albern wirkenden Wettkampfkategorie Gitarrengott stehen für immer Hendrix, Clapton, Page, ungefähr in dieser Reihenfolge. Warum?







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