John Scofield um 70. Geburtstag. 2 Sendungen über den offenen musikalischen Geist des Gitarristen

„Ich habe angefangen Blues zu spielen, als ich noch in die Schule ging. Ich war B. B. King-Fan. Das war noch, bevor ich mit dem Jazz in Berührung kam“, sagt John Scofield. Und er war begeistert von Rockmusik. Von Sarah Seidel.

Und er war begeistert von Rockmusik. Neugierig auf neue Sounds, schaffte er sich gleich ein Wah Wah-Pedal an, als es frisch auf den Markt kam. Sein Ziel: den Sound seiner Gitarre zu verändern. Ein Purist in Sachen Jazz war er nie. Ob nun Blues, Funk, Soul oder eben Jazz: John Scofield war Zeit seiner Karriere offen für viele musikalische Genres. Am 26. Dezember 2021 wird John Scofield 70. Ein offener musikalischer Geist voller Energie.

Station bei Miles Davis

Schon als junger Gitarrist spielte John Scofield mit Chet Baker. Das war in einem Konzert mit dem Bariton­Saxofonisten Gerry Mulligan in der New Yorker Carnegie Hall. Kurz darauf wurde er Mitglied in den Bands von Billy Cobham, George Duke und Joe Henderson. John Scofield gründete ein eigenes Trio mit dem Schlagzeuger Adam Nussbaum und dem Bassisten Steve Swallow.

Eine der wohl wichtigsten Stationen in der musikalischen Laufbahn von John Scofield war die Zusammenarbeit mit Miles Davis Anfang der 1980er Jahre, die immerhin dreieinhalb Jahre andauerte. „Es hat mein Leben verändert, mit Miles zu spielen“, sagt er, „Miles war ein Rockstar. Der Jazz war durch ihn im Showbusiness angelangt“. Inzwischen hat sich John Scofield in unterschiedlichste musikalische Kontexte gewagt, ob mit New Orleans-Pianist Jon Cleary, mit Groove-Band Medeski, Martin & Wood oder mit Gitarristen-Kollege Bill Frisell. John Scofield erzählt in Round Midnight, was er mit Miles Davis erlebt hat, welche Musiker ihn noch beeinflusst haben und welche Plattenaufnahmen ihm am Herzen liegen.



© NDRKultur, Round Midnight, 27.12.2021


Zum 70. Geburtstag von John Scofield (26.12.1951): Henning Sieverts feiert den stilprägenden amerikanischen Gitarristen in Aufnahmen aus allen Phasen seiner Karriere, u.a. mit Miles Davis, Herbie Hancock, Steve Swallow, Eddie Harris, Larry Goldings und Bill Stewart.



© BR Klassik, Jazztime, 27.12.2021

John Scofield: „Georgia on my mind“ (Hoagy Carmichael)
CD: Liquid fire – The best of John Scofield (P1994)
Best.nr./Label: GCD 79501 / GRAMAVISION

Miles Davis: „That’s What Happened“ (John Scofield/Miles Davis)
CD: Decoy
Best.nr./Label: 25951 / CBS

John Scofield: „Just my luck“ (John Scofield)
CD: Electric outlet
Best.nr./Label: 8405; 970016 / GRAMAVISION

John Scofield: „Filibuster“ (John Scofield)
CD: Electric outlet
Best.nr./Label: 8405; 970016 / GRAMAVISION

John Scofield: „Still warm“ (John Scofield)
CD: Slo Sco – Best of the Ballads
Best.nr./Label: GV 79430-2 / GRP

John Scofield: „Gil B643“ (John Scofield)
CD: Slo Sco – Best of the Ballads
Best.nr./Label: GV 79430-2 / GRP

John Scofield: „Do like Eddie“ (John Scofield)
CD: Hand Jive
Best.nr./Label: 7243 8 27327 2 3 / Blue Note

John Scofield: „Falling Grace“ (Steve Swallow)
CD: Swallow Tales
Best.nr./Label: 2679 / ECM-Records

John Scofield & Dave Holland: „See Mine Are Blues“ (John Scofield)
Eigenproduktion BR: 11. Birdland Radio Jazz Festival 2021

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