Kamasi Washington „Jazz steht für die Feier des Augenblicks“
Kamasi Washington im Gespräch mit Martin Böttcher
Der 35-jährige Ausnahmemusiker hat maßgeblich zur neuen Popularität des Jazz beigetragen. „The Epic“, das Album des Saxofonisten Kamasi Washington, hat letztes Jahr in der Jazz – wie in der Pop-Szene für große Aufregung gesorgt. Wir haben mit ihm über seine Musik gesprochen.
Kamasi Washington sprengt alle Genregrenzen, er musiziert genauso mit dem Rapper Kendrick Lamar wie mit dem elektronischen Musiker Flying Lotus – er mache Jazz, der nicht riecht, so hieß es gerade über ihn in Anspielung auf das alte Frank-Zappa-Zitat „Jazz ist vielleicht nicht tot, aber er riecht schon ein bisschen“. Deutschlandradio Kultur hat mit Kamasi Washington über die Gründe der neuen Popularität des Jazz gesprochen und darüber, wie Jazz für ihn funktioniert.
Martin Böttcher: Mr Washington, ist Jazz die wichtigste Musik der Welt?
Kamasi Washington: Jazz ist ein Teil dessen, was man Musik nennt. Es gibt natürlich nicht die wichtigste Musik. Verschiedene Musiken repräsentieren unterschiedliche Menschen, stehen für unterschiedliche Erfahrungen und unterschiedliche Herangehensweisen. Aber man kann Musik nicht in verschiedene Einheiten unterteilen, es gibt nicht die Einheit „Jazz“ und die Einheit „Funk“, sie vermischen sich natürlich. Und wer Jazz spielt, spielt nur die Jazzseite des großen Ganzen….
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© Deutschlandradio Kultur, Tonart, 17.8.2016
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