Klang und Resonanz mit Mette Henriette, Johanna Summer, Stephan Micus u.a.

Mit Ralf Dombrowski. Der Mensch, meinen manche Neurologen, sei ein Geschöpf der Resonanz. Er lebe nur, weil er mit anderen klinge. Musikern und Musikerinnen muss man diese Idee nicht nahebringen. Sie verkörpern sie längst und erforschen sie.

Laut ist leicht. Allerdings kann auch die Dramaturgie des Donners zur Herausforderung werden, wenn man versucht, ihm mit Instrumenten beizukommen. Der Multiinstrumentalist Stephan Micus jedenfalls widmet ihm ein eigenes Album, nachempfunden mit Perkussion, Flöten und verschiedenen Saiteninstrumenten der Entladung. Leise hingegen ist diffizil, ein Prozess des fließenden Klangs wie bei der Saxophonistin Mette Henriette, deren Musik zwischen Präsenz und Verschwinden changiert. Neues wiederum ist Illusion. Viele Töne sind Erinnerung, an Ideen, Stimmungen früherer Generationen, die die Pianistin Johanna Summer als Resonanzen in ihre Welt integriert. Gedanken an nahe Menschen wie bei Sebastian Roachford, an die Natur wie bei Daniel Herskedal. Musik als Kontakt – nicht neu, die Idee, aber so schön wie aktuell.



© WDR 3, Jazz, 10.1.2023

Out Here | 5:12               
Daniel Herskedal

While I Look For You | 3:54        
Daniel Herskedal

Inhale | 6:08
Kjetil Husebœ

Indrifting You | 6:11       
Mette Henriette

Grieg | 5:09       
Johanna Summer

Tudelutt | 5:03 
Masako Ohta & Matthias Lindenmayr

Love Your Grampa | 6:15            
Sebastian Rochford, Kit Downes

Song For Perun | 5:14   
Stephan Micus

Song For Vajrapani | 6:55            
Stephan Micus

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