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„Klangwelt der Extreme“ Zur Musik von Rolf Riehm

Von Tobias Schick. Rolf Riehms Musik ist zugleich direkt und distanziert, markant und uneindeutig, körperhaft und abstrakt, wuchtig und fragil.

Rolf Riehms Musik bewegt sich in einzigartiger Weise zwischen scheinbar unvereinbaren Polen. Seine Werke oszillieren zwischen einem Kosmos an intertextuellen Verweisen und dem Beharren auf klanglichem Eigensinn, zwischen körperhafter Wucht und rationaler Konstruktion, zwischen musikhistorischer Reflexion und werkindividuellen Setzungen, zwischen expressiver Unmittelbarkeit und Momenten der Distanz. In seiner Musik werden starke Gesten, Klänge und Worte von einer durchaus überredenden Kraft mit brüchigen Formen und Strukturen vermischt, die einer eindeutigen Wahrnehmung entgegenstehen. Sie lässt sich nicht auf eindimensionale Botschaften reduzieren, sondern gleicht in ihrer schillernden Vieldeutigkeit einem Bild unserer widersprüchlichen Wirklichkeit.



© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 30.1.2024

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