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„Kuno Kohns Capriccio“ Musik-Hörspiel mit Gedichten und Prosa-Fragmenten von Alfred Lichtenstein

Wie kann über Liebe und Leidenschaft mit einem absoluten Kunstanspruch erzählt werden? Der Berliner Alfred Lichtenstein verdichtete als einer der ersten Expressionisten in Deutschland die Ambivalenz von Großstadterfahrungen zwischen Rausch, Anonymität, Freiheit von Konventionen und fluider Identität.

Er fiel an der Front 1914 im Alter von 25 Jahren. Als sein Alter Ego entwarf er provokativ die Figur des Kuno Kohn. Der ist schwul, jüdisch und bucklig – ein verhasster wie geliebter Bohemien, Außenseiter und Dichter. Hermann Kretzschmar überführt die Prosa-Fragmente sowie ausgefeilten Gedichte Lichtensteins in die Form eines Capriccios aus theatraler Szene, Revue- und Kunstlied mit Ensemblemusik. Er collagiert die Texte zu einer Erzählung im frühexpressionistischen Berlin um 1914. Hier begehrt der bucklige Kuno Kohn die schöne llka Leipke, die aber mit dessen Freund Max Mechenmal liiert ist.



„Kuno Kohns Capriccio“
Musik-Hörspiel mit Gedichten und Prosa-Fragmenten von Alfred Lichtenstein

Mit:
Stimmen / Gesang:
Lars Rudolph (Kuno Kohn)
Bernd Michael Lade (Erzähler)
Sandra Bayrhammer (Ilka Leipke)
Christian Redl (Max Mechenmal)

Musik:
Klaus Burger (Tuba)
Frank Gratkowski (Bassklarinette)
Sabine Akiko Ahrendt (Violine)
Lluïsa Espigolé (Klavier)
Jan-Filip Tupa (Violoncello)

Komposition: Hermann Kretzschmar
Regie: Leonhard Koppelmann / Hermann Kretzschmar
Produktion: HR / SWR 2011

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