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Lakonisch Elegant #83 Rauchen und Denken: Wie wurde Hannah Arendt zur Kultfigur?

Es heißt, das 20. Jahrhundert lasse sich ohne die Gedanken Hannah Arendts kaum nachvollziehen. Warum sie auch für das Heute von Bedeutung ist, erklären Marina Weisband, Philosophin Catherine Newmark und Kuratorin Monika Boll.

Von Christine Watty und Johannes Nichelmann

Hannah Arendt, mit Hornbrille auf der Nase und Zigarette in der Hand, ist bis heute bekannt. Auf Instagram und Twitter gern geteilt: Fotos der posierenden Denkerin, kluge Worte in Zitatform. Ganz egal, ob die Absenderinnen und Absender sich sämtlicher Kontexte bewusst sind oder nicht. Manche sprechen sogar von einer gewissen Kulthaftigkeit der 1975 verstorbenen Publizistin und politischen Denkerin.
Welche Rolle spielt dabei ihr berühmtes Fernsehinterview mit Günter Gaus von 1964?

 

Arendt als Gegengift?

Warum die Gedanken von Hannah Arendt bis heute so wichtig zu sein scheinen und warum es ihr selbst wichtig war, nicht als Philosophin bezeichnet zu werden, erklärt die Philosophin Catherine Newmark.

Kuratorin Monika Boll spricht davon, dass Hannah Arendt wie eine Art Gegengift für die heutigen Empörungsdiskurse wirke. Hat sie damit Recht? Fragen an die ehemalige Piraten-Politikerin Marina Weisband, für die das Denken Arendts ausschlaggebend für den eigenen Werdegang gewesen ist.

© Deutschlandfunk Kultur, Lakonisch Elegant, 14.5.2020

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