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„Les Feuilles Mortes“ Die Geschichte eines Chansons Von Karl Lippegaus

Aus meinen Archiv … Die Erfolgsstory von „Les Feuilles Mortes“ ist verbunden mit dem Schicksal eines ungleichen Paares. Jacques Prévert schrieb den Text über Liebe und Vergänglichkeit zu der betörenden Melodie von Joseph Kosma.

Von Karl Lippegaus

Nach seiner Flucht aus Budapest hatte es Kosma zunächst nach Berlin verschlagen, wo er mit Hanns Eisler und Kurt Weill in Brechts Ensemble arbeitete. Das spätere Tandem aus Prévert/Kosma knüpfte an Brechts/Weills Ideen für neue Songformen an, mit denen sie das französische Chanson revolutionierten und ihm zu Weltruhm verhalfen.

Im aufblühenden Filmgeschäft wurden Prévert und Kosma ein erfolgreiches Team; für circa einhundert Filme schrieb Kosma die Musik.

Als die deutsche Wehrmacht 1940 Paris für drei Jahre besetzte, gelang es Prévert, seine ungarischen Freunde Joseph Kosma und den Fotografen Brassaï vor den Lagern zu bewahren und nach Südfrankreich zu bringen.

1945, nach einer Zeit ständiger Fluchten, Ängste und Entbehrungen, entstand ihr berühmtestes Chanson, „Les Feuilles Mortes“ (Die toten Blätter) als Erinnerung an längst vergangene, glücklichere Tage. Es wurde die Hymne der Nachkriegsära in Frankreich.


© Deutschlandfunk 2011

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