„Mit Stil und Bogen“ Die US-amerikanische Cellistin Tomeka Reid von Anja Buchmann

Das Cello ist immer noch selten im Jazz. In den Anfängen wurde es meist nur von Bassisten als Zweitinstrument eingesetzt; eine etwas größere Rolle bekam es im Free Jazz und diversen genreübergreifenden Musiken ab den 70er-Jahren.

Heute gehört die US-Amerikanerin Tomeka Reid zu den wichtigsten international anerkannten Cello-Stimmen im Bereich improvisierter Musik. Sie ist Teil der außerordentlich vielfältigen experimentellen Szene Chicagos und arbeitet regelmäßig mit Formationen aus dem Umfeld der dortigen „Association for the Advancement of Creative Musicians“, etwa um die Flötistin Nicole Mitchell und den Saxofonisten Roscoe Mitchell. Reid besitzt aber auch eine große Sensibilität für Melodie und für Groove und beeindruckt durch ihre klassisch erlernte Bogenarbeit und Technik. Mit ihrem eigenen Quartett veröffentlichte sie bisher zwei Alben. Zurzeit arbeitet sie als „improviser in residence“ in der niederrheinischen Stadt Moers an neuen Projekten – und an der Wiederauffrischung ihrer Deutschkenntnisse.



© Deutschlandfunk, Jazzfacts, 14.4.2022

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: