„Monsieur Bougran geht in Pension“ Hörspiel nach der Novelle von Joris-Karl Huysmans
Realsatire – Der kleine Beamte Bougran wurde vorzeitig in den Ruhestand versetzt – wegen „moralischer Invalidität“. Das will er auf keinen Fall hinnehmen und wehrt sich auf skurrile Weise.
Monsieur Bougran will sich mit den Regeln des öffentlichen Dienstes, die ihn aus seinem Büro vertreiben, nicht abfinden. Er begibt sich in einen wahrhaft heroischen Widerstand gegen die Pensionierung, das fortschreitende Alter und die unerbittlich fortschreitende Zeit. Er gedenkt, seine Tätigkeit als Beamter bis zum letzten Atemzug fortzusetzen, richtet sich zu Hause detailgetreu sein eigenes Büro ein, schreibt sich selbst Bittgesuche, die er dann meist abschlägig beantwortet – ein Herold der von vornherein verlorenen Sachen. In dem Augenblick, als er die Ablehnung seines eigenen Einspruchs verfasst, trifft Monsieur der Schlag … am Schreibtisch, die Feder in der Hand. Die Vorlage des Hörspiels, „La Retraite de M. Bougran“, entstand 1888, wurde aber erst 1964 veröffentlicht.
Monsieur Bougran geht in Pension
Nach der Novelle von Joris-Karl Huysmans
Übersetzung aus dem Französischen: Gernot Krämer
Bearbeitung und Regie: Elisabeth Panknin
Mit: Michael Rotschopf, Jens Harzer, Barbara Nüsse, Friedhelm Ptok, Wolfgang Rüter, Matthias Ponnier, Ernst-August Schepmann, Jean Paul Baeck und Louis Friedemann Thiele
Komposition: zPIAo
Ton und Technik: Karl-Heinz Stevens, Ernst Hartmann, Wolfgang Rixius und Jutta Stein
Produktion: Deutschlandfunk 2014
© Deutschlandfunk, Hörspiel, 10.2.2026