Kristoffer Cornils Musiktipp: ZEA & Drumband Hallelujah Makkum – in lichem fol beloften (Makkum)
Das habe ich auf „Das Filter“ einem Online Magazin gefunden und zwar auf ihrem Rückblick für das Jahr 2025. Was leider das letzte Jahr dieses Magazins gewessen ist. Am Anfang habe ich noch häufiger ihre Beiträge weiter gegeben, aber musikalisch war es einfach nicht mehr meine „Wellenlänge“ … Schade.
Dem Text von Kristoffer Cornils kann ich nur zustimmen und diese Musik wird mich lange begleiten.
Ein desolater Altpunk singt mit distanzierten Gesten von der Marschkapelle seines Vaters, begleitet traurige Lieder mit Texten von unter anderem Nelly Sachs – und zwar auf Friesisch. Der Elevator Pitch zu „in lichem fol beloften“ ist dermaßen absurd, dass es ernsthaft überrascht, wie gut das Endresultat funktioniert. The-Ex-Mitglied Arnold de Boer und die drei anderen Mitglieder von ZEA – Xavier Charles (Klarinette), Harald Austbø (Cello) und Ineke Duivenvoorde (Schlagzeug) – setzen in ihren sehr intimen Stücken den Bombast der Drumband Hallelujah Makkum nur selten und sehr klug ein. Es gibt auf diesem Album keine großen Gesten, stattdessen reihen sich kleine Momente der Verzweiflung und des Trosts aneinander. Das lässt sie selbst in ihren kammermusikalischsten Momenten imposant und dann noch nahbar scheinen, wenn die gesammelten Trommelstöcke auf den Snares rühren. Es gibt kein, wird niemals ein zweites Album wie dieses geben. Es wird bleiben, wenn alles andere schon wieder zusammengebrochen ist. Text: Kristoffer Cornils
© Das Filter, 27.12.2025