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„Musik in Aktion“ Leiris, Leibowitz und die Phantome der Oper

Von J. Marc Reichow. In seinem lange vergessenen (und nun erstmals übersetzten) Essay von 1965 beschreibt Michel Leiris – Opernliebhaber, Autobiograf, Anthropologe und Postkolonialist avant la lettre – die Oper als das, was sie zuallererst ist: musikalische Aktion im Raum, zunächst im Bühnenraum, dann in dem der Imagination.

Wichtigste Resonanz seiner Überlegungen kommt vom Widmungsträger des Textes, dem eng befreundeten Dirigenten und Komponisten René Leibowitz in seinem posthumen letzten Buch „Die Phantome der Oper“.

Ein halbes Jahrhundert später trifft der Autor J. Marc Reichow die Pariser Freunde auf leerer Bühne.




© SWR 2, Essay, 5.3.2023

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