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„Musikalischer Brückenbauer“ Ein Porträt des griechischen Bassisten Petros Klampanis

Geboren auf einer kleinen Insel im Ionischen Meer zog es Petros Klampanis irgendwann nach New York. Von Karsten Mützelfeld.

Inzwischen ist er in sein Heimatland zurückgekehrt – und auch musikalisch dort angekommen, auf Spurensuche nach den eigenen Wurzeln. Man stelle sich den Kontrast vor: hier das idyllische, unendlich ruhige Eiland Zakynthos, dort die niemals schlafende, brodelnde Metropole New York. Beides hat Petros Klampanis geprägt – und auch sein Spiel. Das Meer lässt er hinter sich, geht an die Polytechnische Schule in Athen, um letztlich zu realisieren, dass etwas ganz Anderes ihn mehr interessiert – ein Leben als Jazzmusiker. Der Bassist studiert am Konservatorium in Amsterdam und wagt den Schritt ins Mekka des Jazz. Fern der Heimat, im multikulturellen Schmelztiegel des Big Apple, verspürt Klampanis das Bedürfnis, seiner griechischen Herkunft Klang zu verleihen – home away from home. Nach einigen Jahren entschließt er sich zur Rückkehr nach Europa und pendelt seitdem zwischen Athen und New York. Sein aktuelles Album „Tora Collective“ kommt einem Brückenschlag gleich – zwischen griechischen und balkanischen Traditionen voller Melancholie und tänzerischer Lebensfreude und der harmonisch-rhythmischen sophistication des modernen Jazz.



© Deutschlandfunk, Jazzfacts, 20.7.23

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