Jazz aus Afrika: „Manchmal bringen die größten Probleme die beste Musik hervor“
Das ist einer der besten Texte über den Jazz in Südafrika den ich in der letzten Zeit gelesen habe und diesen hat Christoph Benkeser geschrieben.
Was heißt: alle Jazzinteressierten sollten das lesen.
Jazz aus Afrika wird international immer mehr wahrgenommen. Vor allem in Südafrika gibt es eine pulsierende Jazzszene. Junge Musiker:innen von Kapstadt über Pretoria bis Johannesburg beschäftigen sich mit gegenwärtigen Krisen im Land und dem langen Schatten, den die Apartheid immer noch wirft.
Die frühen Morgen an den Sonntagen, kurz bevor die Familie zur Kirche aufbrach, seien ihre wichtigsten Kindheitserinnerungen, erzählt Motuba im Gespräch mit der Jungle World. »Mein Vater legte Jazzplatten auf. Die Musik füllte unser Haus. Sie war in diesem Moment wie ein weiteres Möbelstück.
« Während der Sonntagsmesse singen Hunderte Menschen im Chor. Motuba lernt Refrains und Melodien, die Texte und das Gefühl kennen, viele Stimmen gleichzeitig zu hören. »Wir erfahren das zuerst in der Kirche, bevor wir es irgendwo anders erfahren«, erzählt sie und meint: »Diese Erfahrung wird zur Grundlage schwarzer Identität.«
© jungle.world, Dschungel, 06/2023
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