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Nachruf auf Alexander Kluge „Geschichte war seine Obsession“

Von Claudia Lenssen (TAZ). Das Wesen des Filmemachers und Schriftstellers Alexander Kluge strahlte stets Leichtigkeit aus. Dabei war der Rohstoff seiner Arbeit der Krieg.

Geschichtslehrerin Teichert will einen anderen Umgang mit ihrem Fach. Sie glaubt, dies „den Toten der Kriege“ schuldig zu sein. Als „wilde Maus“ gemobbt, macht sie sich in Gestalt der wunderbar trotzigen Hannelore Hoger auf die Suche nach der fehlenden Dimension. Alexander Kluges Filmessay „Die Patriotin“, ein Klassiker seiner experimentierfreudigen Filmkunst, persiflierte 1979 die Geschichtsblindheit bornierter Schulbürokraten und passend dazu gängige Politikrituale, wenn zum Beispiel auf einem SPD-Parteitag Debatten im Saal durch einen Leitantrag kurzgeschlossen werden.

© TAZ, Kultur, 26.3.2026

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