Neues Buch von Filmemacher Klaus Maeck: „Das Virus im Quicktime-Garten“
Von Julian Weber (TAZ). Das Buch „Volle Pulle ins Verderben“ des Hamburger Produzenten Klaus Maeck beleuchtet die Punk-Frühzeit. Es zeugt von einem Leben für den Undergroundfilm.
„Lass es mich so sagen: Gibt es auf der Welt irgendwo Stunk, ist meistens Kunst am Werk“, behauptet der reiche Schnösel Bertie Wooster seinem Butler gegenüber im Roman „Der unvergleichliche Jeeves“ von P. G. Wodehouse. Wodehouse, der britische Autor des Fin de Siècle, liefert keine weiteren Belege für die etwas herablassend vorgetragene steile These. Kammerdiener Jeeves pflichtet ihm pflichtbewusst bei.
Bestätigen lässt sie sich auf jeden Fall am Werk des Hamburger Musikverlegers und Filmproduzenten Klaus Maeck. Anders als Bertie Wooster stammt Maeck aus eher bescheidenen Verhältnissen in Hamburg-Poppenbüttel. In diese kehrt er nun nochmal symbolisch zurück.
Buch: Klaus Maeck: „Volle Pulle ins Verderben“. Moloko Print, Schönebeck 2024, 235 Seiten, 17,50 Euro
Soundtrack zum Film: „Decoder“, OST (Replica Nova)
© TAZ, Kultur, 21.11.2024