Oumou Sangaré: Singen ist auch ein Investment

Oumou Sangaré ist mehr als eine exzellente Sängerin. Sie ist die Stimme der westafrikanischen Frauenbewegung und praktiziert erfolgreich, was sie Frauen rät: den Aufbau einer unabhängigen Existenz. Von Knut Henkel.

Ihr Lieblingsstück sei «Wassulu Don», eine mitreissende Hymne auf die eigene Kultur. Wassoulou heisst die 150 Kilometer südwestlich von Bamako liegende Region, in der Oumou Sangaré 1968 geboren wurde. Aufgewachsen ist sie dann zwar in Bamako, der Hauptstadt Malis. Den Bezug zu ihrer Heimatregion hat sie jedoch nie verloren.

Und im Gespräch verteidigt sie diese Gegend, über die oft geschnödet werde, sehr engagiert. «Die Menschen aus Wassoulou seien faul, heisst es in Mali oft, nur weil in ihrem Alltag Musik und Tanz eine so wichtige Rolle spielen. Das ist unfair! Denn genau diese Kultur erweist sich als wichtiger ökonomischer Faktor. Sie zieht Besucher aus der ganzen Welt an.»




© NZZ, Feuilleton, 13.5.2022

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