„Poptrend Re-Issues“ Wie uns die Musikindustrie Altes für neu verkauft oder Songrechte sind das neue Gold

In der Coronakrise boomt das Geschäft mit Wiederveröffentlichungen. Die Hits von vorgestern sind sogar zu Investitionsobjekten geworden. Um uns alte Platten ein weiteres Mal schmackhaft zu machen, bedient sich die Popindustrie einiger Tricks. Von Ina Plodroch.

Bisher waren es vor allen Dingen die Klassiker der Popgeschichte, die immer wieder neu aufgelegt wurden – als kostspieliges Boxset oder als Re-Issue im Vinyl-Format. Im Coronajahr 2021 sind es aber auch Bands und Acts abseits der Beatles und der Stones, die erneut in besonderer Form in den Läden stehen. Denn das Geschäft mit den Wiederveröffentlichungen lohnt sich inzwischen auch für die kleineren Player der Branche.

Maurice Summen, Chef des Berliner Indie-Labels Staatsakt, sagt: „Wir haben jetzt, Stand heute, doppelt so viele Vinyl-Verkäufe wie vor der Pandemie.“ Für ihn war das der Grund, weshalb er alte Alben der Staatsakt-Band Ja, Panik noch einmal auf Vinyl veröffentlicht hat. Jeweils 1000 Exemplare pro Album hat er pressen lassen. Diese seien schon so gut wie verkauft, sagt er.




© Deutschlandfunk Kultur, Tonart, 30.11.2021

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