Radiotipps für den 14.8.2025
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik
„Wittener Tage für neue Kammermusik“ Rudolf Steiner Schule
Ming Tsao: „Plus or Minus“ (2023) für zwei Klaviere und Elektronik
Solist: Andreas Grau (p)
GrauSchumacher Piano Duo
SWR Experimentalstudio
Aufzeichnung vom 03.05.2025
18:00 Uhr ByteFM Silent Fireworks mit Jumoke Olusanmi
Be joyous in times of sinking boats!
Feat. Shabaka And The Ancestors, Infinity Song & Divine Earth
19:00 Uhr HR2 Hörbar – Musik grenzenlos
Swing von und für Alt und Jung mit Chris Hopkins & mehr Musik grenzenlos
Altmeister Chris Hopkins spielt erneut mit einigen seiner talentiertesten Zöglinge, live aufgenommen bei den „Kemnade Swing Nights“ auf Burg Kemnade im Ruhrtal, und die „Young Lions“ zeigen erneut, was sie alles drauf haben. Das ist Old-School-Swing vom Feinsten mit jede Menge Klassikern.
19:04 Uhr Bayern 2 Zündfunk
„Kumbia Queers“: Pop aund Politik in Argentinien
Mit Oliver Buschek und Moritz Jelting
19:30 Uhr Ö1 Konzert Salzburger Festspiele 2025
Kopatchinskaja & Hinterhäuser
Camerata Salzburg, Leitung und Violine: Gregory Ahss; Patricia Kopatchinskaja, Violine; Markus Hinterhäuser, Klavier.
Tigran Mansurian: Vier ernste Gesänge – Konzert Nr. 2 für Violine und Streichorchester
Galina Ustwolskaja: Duett für Violine und Klavier
Peteris Vasks: Musica dolorosa für Streichorchester
(aufgenommen am 24. Juli in der Stiftung Mozarteum, Salzburg)
Unter dem Titel „Musica dolorosa“ macht das Programm erfahrbar, wie Komponistinnen und Komponisten in der ehemaligen Sowjetunion auf die sie umgebenden Verhältnisse reagiert haben. Und wie sie, kompromisslos und auf ganz individuelle Weise, das kulturelle Erbe des riesigen Reichs in ihrer Klangsprache verarbeitet haben. „Alle drei erzählen von existenziellen Erfahrungen, Schmerz und Isolation, die sich in kraftvolle, von Spiritualität und Glauben getragene Musik transformieren“ (Monika Ertl). Bei der russischen Avantgardistin Galina Ustwolskaja werden die Extreme ausgelotet, manchmal irritierend hart und dann wieder ganz zart. Der lettische Pfarrersohn Peteris Vasks lässt seine Musik leidenschaftlich singen und gleichzeitig auch aufbegehren. Und Tigran Mansurian ist von einer tiefen Wahrheit und Weisheit beseelt, beruhend auf einer mehr als 1000 Jahre alten Tradition der armenischen Musik.
19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature
„Extreme Frühchen“ Schwerer Start ins Leben. Von Christine Westerhaus
Dank Intensivmedizin überleben inzwischen Babys, die kaum schwerer sind als ein Stück Butter. Doch die Gefahr für spätere Behinderungen ist bei diesen extremen Frühchen extrem hoch. Sollte die Medizin also eine klare Grenze ziehen? Und wer sollte in diesem medizinischen Graubereich darüber entscheiden, welches Kind die Chance auf Leben bekommt?
20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert
„Morgenland Festival Osnabrück“ Bergkirche Osnabrück
Brooklyn Ryder Streichquartett
„Upon One Note“ – Werke von Henry Purcell, Johannes Brahms, Reena Esmail und Kinan Azmeh
Aufzeichnungen vom 02.07.2025
Issam Rafea trifft Asya Fateyeva.
20:03 Uhr ARD Radiofestival. Konzert
Heidelberger Frühling / Schwetzinger SWR Festspiele
Heidelberger Frühling
Jean Sibelius: Auszüge aus der Suite „Pelléas et Mélisande“ op. 46
Dmitrij Schostakowitsch: Violoncellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60
Anastasia Kobekina (Violoncello); Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Leitung: Tarmo Peltokoski
(Konzert vom 29. März 2025 in der Aula der Neuen Universität, Heidelberg)
Schwetzinger SWR Festspiele
Felix Mendelssohn Bartholdy: Andante und Allegro brillant A-Dur zu 4 Händen op. 92
Franz Schubert: Fantasie f-Moll für Klavier zu 4 Händen D 940
Maurice Ravel: La Valse, Poème chorégraphique für Orchester, Fassung für 2 Klaviere
Igor Strawinsky: Le Sacre du Printemps, Fassung für 2 Klaviere
Lucas & Arthur Jussen (Klaviere)
(Konzert vom 8. Mai 2025 im Mozartsaal des Schwetzinger Schlosses)
20:10 Uhr Deutschlandfunk Systemfragen
Wertvorstellungen – Was bestimmt, was uns im Leben wichtig ist?
Von Kathrin Kühn, Lydia Jakobi und Robert Fischman
Wenn es in Diskussionen einmal so richtig heiß her geht, wenn uns eine Aussage besonders empört, dann ist dies ein starkes Zeichen dafür, dass hier unterschiedliche Wertvorstellungen aufeinander prallen. Freiheit – für wen? Was ist gerecht? Und wie viel Sicherheit brauche ich im Leben? Wir alle haben einen solchen inneren Kompass und wenn in unserem Leben Probleme auftreten, dann wird er besonders konkret. Doch wann entstehen unsere Werte eigentlich, wie stabil sind sie und wann ändert sich dieser Kompass im Lebensverlauf auch? Dazu gibt es Wissen aus der Psychologie, Soziologie, Philosophie, aber auch den Evolutionswissenschaften. In dieser Deutschlandfunk „Systemfragen“-Folge bündeln wir den Forschungsstand und Menschen mit ganz unterschiedlicher Sozialisation erzählen, was ihnen im Leben besonders wichtig ist und warum.
20:30 Uhr Deutschlandfunk Mikrokosmos
Die Turmspringerinnen – Großwerden im Leistungssport (5/6) Alles für Olympia!
Von Klaus Schirmer Regie: Giuseppe Maio
Ton: Hermann Leppich
Redaktion: Wolfgang Schiller und Ingo Kottkamp
Produktion: Deutschlandfunk 2024
Für die Olympiateilnahme 2016 zählen nur die deutschen Meisterschaften. My ist gehandicapt. Wird sie es schaffen? – Auch Kieu will es noch einmal allen zeigen, auch wenn sie eigentlich raus ist. Und Talisa wird in den USA gefeiert für ihren Sport.
21:00 Uhr ByteFM BTTB – Back To The Basics mit Marcus Maack
„Cryptic“ Mit Tracks von Chronixx, Blood Trust, Miata und vielen mehr.
21:05 Uhr Deutschlandfunk JazzFacts
Deutschlandreise (15): Baden-Württemberg (II) Von Henry Altmann
Jazz gilt als Stadtmusik – aber ist das wirklich so? Auf den Südosten von Baden-Württemberg trifft das nur bedingt zu. Da gibt‘s einiges zu entdecken, frei nach dem Motto: „Was in stillen Tälern rauscht, wo‘s in Städten aufgebauscht.“ In dieser Region ist die Szene extrem ausgespreizt zwischen wenigen Städten und viel Land. Im Schwäbischen gibt es nur die Jazz-Metropole Stuttgart, aber viele Jazz-Zentren, von den Bauer- und mps-Studios über Frei-Improvisierer im Schwarzwald hin zu vielen Jazzclubs und -initiativen – im Umkreis von einer Stunde Fahrtzeit mit einer größeren Anzahl Spielstätten als in Berlin. Und trotz schwäbischer Sparerseele mit Gagen, von denen Großstadt-Musikerinnen und -Musiker oft nur träumen können. Wer will da weg? Einige. Und noch mehr auch nicht.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Historische Aufnahmen
Samuel Coleridge-Taylor „Hiawatha’s Wedding Feast“
Royal Choral Society; Philharmonia Orchestra
Richard Lewis, Tenor; Leitung: Sir Malcolm Sargent
Aufnahme von 1962
Othello Suite, op. 79 (Auszüge)
New Symphony Orchestra
Leitung: Sir Malcolm Sargent
Aufnahme von 1932
Am Mikrofon: Susann El Kassar
In der europäischen Musikgeschichte gab es nur wenige erfolgreiche Komponisten, die zur Gruppe der People of Color gehören, Samuel Coleridge-Taylor ist einer von ihnen. Am 15. August 1875 wurde er als Sohn eines aus Sierra Leone stammenden Arztes und einer Engländerin in London geboren. Er wuchs bei seiner Mutter und seinem Großvater auf und zeigte früh seine große Musikalität, studierte am Royal College of Music. Besonderen Erfolg hatte Coleridge-Taylor mit seiner Kantate „Hiawatha’s Wedding Feast“, davon existiert eine Aufnahme aus dem Jahr 1962. Und auch weitere Werke des Briten liegen in historischen Aufnahmen vor. Belege dafür, dass Coleridge-Taylor trotz seines frühen Todes, 1912, im 20. Jahrhundert nicht völlig vergessen wurde.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Freispiel
„Schrödingers Grrrl“ Nach dem Roman von Marlen Hobrack
Bearbeitung und Regie: Matthias Kapohl
Besetzung: Jutta Kommnick
Ton und Technik: Lukas Wilke, Frank Klein
Regieassistenz: Marie Permantier
Dramaturgie: Julia Gabel, Johann Mittmann, Tatjana Petschl
Deutschlandfunk Kultur 2025
Mara Wolf wird in einen Coup verwickelt. Der Literaturbetrieb sucht Authentizität. Da kommt Mara – Schulabbrecherin, Anfang zwanzig, depressiv und arbeitslos in Dresden – gerade recht. Sie lässt sich auf einen gewagten Plan ein.
23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix
„Die Musik von Morgen“ Neue Alben von Marissa Nadler, Alison Goldfrapp und Cass McCombs
Mit Katja Engelhardt
Auch im Sommerloch gibt es genügend Neues für die Ohren, vor allem von Altbekannten: Marissa Nadler singt auf ihrem zehnten Studioalbum mehr als einmal vom Weltall, das uns wahrscheinlich so nah erscheint wie nie zuvor, „dank“ Jeff Bezos, Elon Musk und Co. Singer-Songwriter Cass McCombs bezieht sich gewissermaßen auf sich selbst und hat für sein neues Album mit frühen Wegbegleitern gearbeitet. Auch die Kritikerlieblinge von Pile veröffentlichen eine neue Platte und Alison Goldfrapp hat ihr zweites Album als Solokünstlerin angekündigt. Außerdem hören wir Alben von „Flight of the Conchords“-Bret McKenzie, Cassandra Jenkins und dem Chicago Underground Duo.
23:03 Uhr ARD Radiofestival. Jazz
The Stochelo und Mozes Rosenberg Trio – Jazzfestival „fill in“. Von Karsten Neuschwender
Geht noch etwas mehr? Schneller, virtuoser, leidenschaftlicher? Stochelo und Mozes Rosenberg sind die atemberaubenden Großmeister des europäischen Sintijazz. Ein Fest von Lebensfreude und musikantischer Eleganz.
23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Kunst zum Hören
Nacht – Premiere: IOWA von Stefanie Sargnagel
Stefanie Sargnagel, gefeierte Wiener Autorin, wird in die amerikanische Provinz eingeladen, um an einer elitären Privatuni über kreatives Schreiben zu dozieren. Grinnell ist eine Kleinstadt in Iowa und ohne Auto gibt es aus dieser Einöde kein Entrinnen. Begleitet wird die Autorin von Christiane Rösinger, die seit den 80er Jahren in unterschiedlichen musikalischen Konstellationen in der alternativen Musikszene in Berlin unterwegs ist. Rösinger soll am College ein Konzert für die Stundent:innen spielen. Waren die beiden Frauen einander zu Beginn nur bekannt, so lernen sie sich in den folgenden Wochen besser kennen und freunden sich an. Denn beide vereint das Gefangensein in der amerikanischen Kleinstadt. Man begleitet sie durch den Walmart und in Diners – auf der Suche nach Zerstreuung und Abwechslung. Am Ende erfährt man so einiges über dieses amerikanische Leben, aber mehr noch über das Leben der beiden in Wien und Berlin. „So wie ich die Königin von Wien bin, denke ich mir, ist Christiane die Königin von Berlin. Wir sind die Royals, die Speerspitze feministischer Kunst.“ – heißt es zu Beginn des Romans „Iowa“. Und die Königinnen schenken sich nichts. Jede verbale Spitze der beiden trifft auf den Punkt und sitzt.