Radiotipps

Radiotipps für den 29.8.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Klangkunst

„Navigating Radiales“ Von Terra Ignota (Raviv Ganchrow, Carsten Stabenow)
Deutschlandfunk Kultur / Cashmere Radio 2025 (Ursendung)

Eine transdisziplinäre Forschungsreise durch den Süden Chiles zu einer stillgelegten Funkstation am Rand der bewohnten Welt. Klänge erzählen von Spuren verschwundener Kulturen, komplexen Biotopen, Satellitenkommunikation und Klimawandel.


14:00 Uhr Ö1 In Concert

Der finnische Jazztrompeter Verneri Pohjola und sein Programm „Monkey Mind“ beim Tampere Jazz Happening 2023
Für „Monkey Mind“ hat Verneri Pohjola ein außergewöhnliches Sextett zusammengestellt. An seiner Seite: der dänische Bassist Jasper Høiby, der britische Pianist Kit Downes, der vielseitige Drummer Olavi Louhivuori sowie weiters Keyboarder Tuomo Prättälä und Linda Fredriksson am Saxofon, eine der markantesten Persönlichkeiten der neuen finnischen Szene.


19:04 Uhr Bayern 2 Zündfunk

Topp Traxx – die Charts der Zündfunk-Redaktion
Mit Ann-Kathrin Mittelstraß und Ralf Summer


19:15 Uhr Deutschlandfunk Der Rest ist Geschichte „Der Geschichtspodcast

„Oligarchien“ Milliardäre an die Macht! Von Jörg Biesler
Die USA gelten als älteste Demokratie der Welt – doch unter Donald Trump fürchten viele den Aufstieg von Oligarchen. Was bedeutet das? Die Geschichte verheißt nichts Gutes: vom antiken Griechenland bis zur Ausbeutung der sterbenden Sowjetunion.


20:03 Uhr Bayern 2 Salon „Hörspiel & Podcast

OBSESSED – Döner Papers (6/6) Teamwork
Von Aylin Doğan Regie: Lenz Schuster BR 2025
Hörspiel
„Melonen“ Von Katja Huber
Komposition: iso 68 Regie: Christiane Klenz BR 2004


20:03 Uhr ARD Radiofestival. Konzert – LIVE

Beethovenfest Bonn / her:voice | Komponistinnenfestival
Beethovenfest Bonn Eröffnungskonzert

Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61
Dmitrij Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47
Alena Baeva (Violine); Aurora Orchestra
Leitung: Nicholas Collon
(Liveübertragung aus der Oper Bonn)
her:voice | Komponistinnenfestival
Anna Clyne: „Color Field“ für Orchester
Alma Mahler: 5 Lieder, bearbeitet von Jorma Panula für Alt und Orchester
Kaija Saariaho: „Ciel D’hiver“ für Orchester
Chralotte Sohy: Sinfonie cis-Moll op. 10 „La Grande Guerre“
Essener Philharmoniker; Bettina Ranch (Mezzosopran)
Leitung: Katharina Müllner
(Konzert vom 21. März 2025 in der Philharmonie Essen)


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Ein viel zu kurzes Dichterleben“ Über den dänisch-palästinensischen Dichter Yahya Hassan
Von Marc Bädorf Regie: Hannah Georgi Deutschlandfunk 2021

Sein Gedichtsband Digte, in dem er von seinem Heranwachsen erzählt und Islamisten und Rechte und Linke angreift, wird mit 120 000 verkauften Exemplaren zum erfolgreichsten Debüt eines dänischen Autors in der Geschichte des Landes.


21:05 Uhr Deutschlandfunk On Stage

Franko-australische Bluespantomime mit viel Gefühl: Das Duo Mountain Men
Aufnahme vom 8.6.2014 beim Bluesfestival Schöppingen

Am Mikrofon: Tim Schauen
Eigentlich kannte kaum jemand die Namen der beiden Musiker, die als Mountain Men angekündigt wurden, doch was zu Beginn des zweiten Festivaltages in Schöppingen geschah, sollte die Qualitätsmesslatte gleich mal auf höchstes Entertainment-Niveau schrauben. Der Australier Iano Giddey alias „Barefoot Iano“ (Gesang, Gitarre, Mundharmonika) und der Franzose Mathieu „Mr. Mat“ Guillon (Gitarre, Gesang) schafften es, mit ihrer ganz eigenen Mischung aus Deltablues, Americana, Country und Singer-Songwriter-Musik die Festivalbesucher von der ersten Minute an zu faszinieren und zum minutenlangen Mitsingen zu animieren. Pantomimisch, komisch, charismatisch, mitreißend musikalisch – Mountain Men haben sich bei weit über 500 Auftritten eine Bühnenpräsenz angeeignet, die auch im Sitzen (Guillon) und ohne Schuhe (Giddey) keine Fragen offenließ.


22:03 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk

Gast: Anton Weil, Autor
Anton Weil ist 1989 in Kreuzberg geboren und erlebte als Kind die wilden Berliner 90er Jahre. Er wurde Schauspieler, Sprecher und Musiker. 2024 erschien sein Debütroman „Super Einsam“, mit dem er in die einsamen Seelen seiner Generation blickt. Davon erzählte er Kaline Thyroff bei „Eins zu Eins. Der Talk“ im März.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Milestones

Bob Dylan „Highway 61 Revisited“ (1965). Mit Tim Schauen
Mit seinem sechsten Studioalbum „Highway 61 Revisited“, am 30 8.1965 erschienen, wurde der US-amerikanische Künstler Bob Dylan endgültig vom Folksänger zum Superstar – wegen einer Veränderung in seinem Sound: Die musikalisch-poetische Hommage an die Fernstraße durch den Süden Amerikas enthält mit „Like A Rolling Stone“ u.a. den Song, der auf Muddy Waters, den Pionier des modernen elektrischen Blues und seinen Titel „Rollin‘ Stone“ zurückgeht, und nach dem sich 1962 The Rolling Stones benannt haben. Dylan war Ende Juli beim New Port Folk Festival ausgebuht und als „Judas!“ beschimpft worden, als er und seine Band elektrische Instrumente spielten – für Puristen der Folk-Tradition ein Tabu. Dylan jedoch ging erneut in’s Studio und vollendete das Album – ein Meilenstein der Musikgeschichte, und: einer von vielen weiteren für den späteren Nobelpreisträger Bob Dylan.


22:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Musikfeuilleton

„Musik, die schweigt – Einsamkeit, die tönt“ Federico Mompou und die Mystik einer „música callada“
Von Georg Beck

Auch der Komponist war der Meinung, dass der Titel seines Klavierzyklus eigentlich schwer übersetzbar sei. Eine Verlegenheit, aus der Federico Mompou (1893-1987) sich nur zu helfen wusste durch einen Verweis auf den spanischen Mystiker San Juan de la Cruz. Diese merkwürdige Gestalt aus dem Spanien des 16. Jahrhunderts hatte in einem seiner Gedichte eine „música callada“, eine „soledad sonora“ besungen: „eine Musik, die schweigt, eine Einsamkeit, die tönt“. Am Ende umfasst sein Klavierzyklus 28 Miniaturen, komponiert zwischen 1951 und 1967. Bis heute liegt ein Zauber über diesem Hauptwerk des katalanischen Komponisten.


23:03 Uhr Bayern 2 Nachtmix

M.I.A. und ihr Debüt „Arular“, das nun 20 Jahre alt wird. Mit Christoph Lindemann
Wiederholung vom 22. März 2025

Maya, aka M.I.A., ist eine der besten, aber auch umstrittensten Musikerinnen unserer Zeit. Und sie hat eine bewegte Geschichte. Ihre Eltern stammen aus Sri Lanka, in weiten Teilen ist Maya dort auch aufgewachsen. Ihr Vater Arul Pragasam – nach dem die erste Platte „Arular“ benannt ist – war dort Gründungsmitglied einer militanten tamilischen Organisation. Durch diesen Umstand war er auch in Arulpragasams Kindheit kaum in der Familie präsent. In neun Jahren kam er laut Maya lediglich drei Mal zu Besuch. Ihre Mutter zog später mit der zehnjährigen Maya wieder nach London, wo sie zuerst in einem Flüchtlingsheim unterkamen. Nach ihrem Schulabschluss studierte M.I.A. an einem Londoner College Kunst und Film. M.I.A. ist später auch als Impf-Skeptikerin und Trump-Unterstützerin aufgefallen. Aber immer wieder hat M.I.A. bahnrechende Musik gemacht. „Paper Planes“ etwa war die Übersingle, die der jungen Global-Pop-Bewegung noch gefehlt hat. Paper Planes hat zwei Filme getragen, die Kiffer Komödie „Pineapple Express“ und, viel wichtiger: „Slumdog Millionaire“. Seitdem ist in M.I.A.s Leben so viel passiert, dass es für drei Menschenleben reicht. M.I.A. war für zwei Grammys und sogar für den Oscar nominiert. Sie hat ein eigenes Label gegründet und sich mit einem ganzen Land angelegt. „Cheerelader for terrorism“, so wurde M.I.A. in Sri Lanka genannt, nachdem sie sich in den Konflikt dort eingemischt hat. Unser Autor Christoph Lindemann hat M.I.A. mehrmals gesprochen. Aus Anlass des 20. Geburtstags ihres Debütalbums „Arular“ blickten wir auf ihr bewegtes Leben.


23:03 Uhr ARD Radiofestival. Jazz

Visions – Das Amina Claudine Myers Trio 1983 in Stuttgart. Von Konrad Bott
Amina Claudine Myers, geboren 1942, ist seit Jahrzehnten eine lebendige Ader, die den Jazz als kreative Musik mit Blues- und Gospeltradition versorgt.


23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Zeit-Ton

„Saxofonist, Instant Composition Conductor, Ensemble-Leiter“ Michael Fischer im Zeit-Ton Porträt
Seit 21 Jahren leitet Michael Fischer, geboren 1963 in Wien, das renommierteste Ensemble für improvisierte Music in Österreich: Das Vienna Improvisers Orchestra. Nach dem Prinzip des Instant Composition Conducting leitet er mit einem Repertoire von Gesten und Handbewegungen eine kollektive Komposition im Moment, wobei jedes Mitglied des Klangkörpers innerhalb dieser Vorgaben eigene Klangvisionen einbringt. Die Besetzung wechselt regelmäßig, neue Sounds von neuen Mitgliedern dienen der steten Weiterentwicklung der klanglichen Möglichkeiten des VIO. Als Instrumentalist ist Michael Fischer vor allem als Saxofonist tätig, insbesondere mit dem Feedback-Saxofon, mit dem er die Oberton-Welten dieses Instruments und dessen erweiterten Spieltechniken erkundet. Weiters hat er mit drei CD-Spielern eine eigene Form des Soundscapings entwickelt, mit der Michael Fischer vor allem in Kontext von experimenteller Literatur arbeitet, nicht zuletzt in einigen Produktionen für die ehemalige Ö1 Sendereihe Kunstradio, die nun den Titel „Kunst zum Hören“ trägt. Zeit-Ton hat den nach wie vor höchst umtrieben Michael Fischer zum Gespräch über den Stand der Dinge in der heimischen Improvisations-Szene getroffen und mit ihm einige wichtige Punkte seiner Diskografie Revue passieren lassen.


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