Radiotipps

Radiotipps für den 9.12.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„Sammeln. Stöbern. Studiotechnik.“ Der Tonmeister, Festivalmacher und Mäzen Folkmar Hein (*1944) Von Stefan Fricke
Das Studio der TU Berlin war – konkret wie metaphorisch – der Schaltraum elektronischer Musik schlechthin, namentlich sein Leiter von 1974 bis 2009: Folkmar Hein
.
Er selbst würde abwiegeln, aber ohne Folkmar Hein, der von 1974 bis 2009 das Elektronische Studio der Technischen Universität Berlin geleitet hat, hätte sich die elektroakustische Musik, für die Hein das Kürzel EM prägte, in der Bunderepublik und weit darüber hinaus zweifellos anders entwickelt. Vermutlich nicht so vielstimmig, farbig, zugänglich und auch nicht so nachhaltig. Bis heute engagiert sich der 1944 in Westfalen geborene Hein um den stetig anwachsenden Bestand von eigens für Lautsprecher komponierter Musik. Er unterhält die Website www.emdoku.de und organisierte seit 1985 drei Jahrzehnte lang die wöchentliche Veranstaltung „EMhören“, wozu auch EMdiskutieren gehörte; auch leitete er von 1985 bis 2010 das von ihm begründete (West-)Berliner Festival „Inventionen“. Überdies hat Hein privat etliche Kompositionsaufträge vergeben und dieses mäzenatische Engagement 2018 in Kooperation mit der DEGEM, der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik, verstetigt: Seither gibt es in Erinnerung an den Freund und Mitarbeiter den jährlichen „Thomas-Selig-Fixed-Media-Preis“.


18:00 Uhr ByteFM Forward The Bass mit Gardy Stein

Neues aus meiner Inbox pt. 8
Der achte und letzte Teil der Serie „Neues aus meiner Inbox“ wird maßgeblich vom Album „Teachers“ von Mike Love bestimmt. Drei Stücke werden wir davon hören, von denen zwei sehr lang sind und somit der schönen Musik gaaanz viel Raum zum Atmen geben. Die restliche Sendezeit teilen sich Lëk Sèn, dessen Album „Jèen“ gerade erschienen ist, Zambeze (der seine im letzten Jahr veröffentlichte LP im Dubgewand nochmal neu aufgelegt hat) sowie Ilements, Runkus und Denham Smith, die jeweils neue Singles am Start haben. Mit Naomi Cowan und Hollie Cook sind auch starke Frauen vertreten, und Jungspund Kybba liefert mit dem Stück „90s“ eine schöne Hommage an den Old-School-Dancehall, getragen von den Stimmen von Bounty Killer, Kalash, Busy Signal und Barrington Levy. Pure Fire!


19:00 Uhr HR 2 Hörbar – mehr Musik grenzenlos

Mit den German Gents ins „Winter Wonderland“
Deutschland hat endlich wieder eine Boygroup: Die German Gents! Thoma, Armin, Raphael und Marcel – vier junge Gentlemen aus Berlin.


19:00 Uhr ByteFM Trail Of Songs mit Arne Schumacher

From The Cold And Dark To The Light
Aus ihrer ganz eigenen Nische haben The Little Unsaid Außerordentliches hervorgebracht. Anfangs ein Soloprojekt des englischen Singer-Songwriters John Patrick Elliott, erblühte es über die Zeit zu einem vierköpfigen Kollektiv. Auch das jüngste Album strahlt durch eine farbenreiche Mischung aus Poesie und stilistischem Eigensinn. Sänger und Songschreiber Tom Smith, seit Jahren Stimme der Editors, besann sich für das neue Soloalbum auf seine Songwriter-Roots. Kollege John Smith, ebenfalls Engländer, verband sich für „Gatherings“ nochmal mit seinem Frühwerk als Folkmann. Erstaunlich mutet die Verbindung der US-amerikanischen Roots-Americana-Brüder Scott & Seth Avett mit Rock- und Experimental-Vokalist Mike Patton (Faith No More, Fantômas etc.) an. Eine neue Freundschaft, die musikalisch Vieles zulässt. Nashville-Gitarrist Ben Garnett ist ein Acoustic-Americana-Meister mit Bluegrass-Erdung. Die Französin Mélanie Pain, bekannt als Stimme der Cover-Band Nouvelle Vague, bat für das aktuelle Soloalbum US-Kollege Brian Lopez (Xixa, Calexico) zum Herzschmerz-Duett.


19:15 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Im Grenzland“ Frauen in Estland bereiten sich auf den Ernstfall vor
Von Juli Schulz Regie: die Autorin. SWR/Deutschlandfunk/RB 2025

Estland blickt auf eine Geschichte politischer Fremdbestimmung zurück, mehrmals stand es unter russischer Herrschaft. Seit Russland Krieg gegen die Ukraine führt, wächst die Angst vor einer erneuten Invasion. Die Naiskodukaitse, eine Fraueneinheit des Freiwilligenverbandes der estnischen Streitkräfte, bereitet sich vor. Gibt es eine weibliche Strategie des Widerstands? Ein weibliches Denken und Handeln in Kriegs- und Konfliktsituationen? Die Frauen erzählen von ihrer Motivation, sich der Einheit anzuschließen und von biografischen Erfahrungen, welche ihren Blick auf Verteidigung geprägt haben.


19:30 Uhr Ö1 Konzert

Das Jenseits Hören
ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Dirigent: Markus Poschner; Emmanuel Pahud, Flöte.

Samy Moussa: Elysium
Erkki-Sven Tüür: Lux Stellarum (ÖEA)
Richard Wagner: Vorspiel zu „Parsifal“
Richard Strauss: Tod und Verklärung, Tondichtung op. 24
(aufgenommen am 28. November im Großen Konzerthaussaal in Wien in 5.1 Surround Sound)


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

„Mobbing in der Arbeitswelt“ Wenn der Job zum täglichen Horrortrip wird. Von Thilo Schmidt
Mobbing am Arbeitsplatz kann sehr subtil sein. So subtil, dass es – außer der betroffenen Person – niemandem auffällt. Der Entzug von Zuständigkeiten. Das Zurückhalten von wichtigen Informationen. Absurd hohe Anforderungen. Soziale Ausgrenzung. Es können aber auch Gegenstände fliegen, physische Gewalt angewendet werden. Die Folgen für Betroffene sind extrem und reichen von Angstzuständen über Depressionen bis hin zu Arbeitsplatz- oder sogar Wohnortwechsel.
Aber was genau ist Mobbing und was nur ein gewöhnlicher Arbeitsplatzkonflikt? „Ich werde gemobbt“, sagt sich schnell daher. Aber nicht immer handelt es sich tatsächlich um Mobbing. Wenn doch, leiden nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Kollegen und der Betrieb.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Musikfest Bremen“ St. Antonius, Papenburg
Thierry Escaich, Orgel

Werke von u.a. Bartholdy, Cochereau, Strawinsky, Vierne, Escaich
Aufzeichnung vom 04.09.2025


20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel

„alles, aber anders“ 12 Miniaturen über Eva Hesse
Von Ulrike Haage Regie und Komposition: die Autorin
Ton und Technik: Philip Reitberger BR 2009

„Vielleicht stellen Worte die beste Möglichkeit zu kommunizieren dar, aber ich war nicht in der Lage das zu erreichen. Ich habe mehr Praxis im Visuellen“, notierte Eva Hesse in einem Tagebuch. Das Hörspiel überträgt diese Visualität ins Akustische.


21:00 Uhr SWR Kultur JetztMusik

Flapping – Czajka & Puchacz bei den Donaueschinger Musiktagen 2025. Von Julia Neupert
Im Duo Czajka & Puchacz (deutsch: Kiebitz und Uhu) trifft freie Improvisation auf instant songwriting. Kaja Draksler und Szymon Gasiorek beschreiben ihre Musik als Retro-Avant-Pop oder Forschungsarbeit zur Abstraktion von Alltagswelten. In minimalistischem Format entwerfen der polnische Schlagzeuger und die slowenische Pianistin in Echtzeit düster-heitere Klanggeschichten aus Texten, instrumentalen und elektronischen Sounds.


21:00 Uhr radio Neue Musik

Der Komponist Hans Abrahamsen. Mit Andreas Göbel
Der dänische Komponist ist ein Meister der Miniaturen. Selbst seine Sinfonie dauert gerade einmal eine Viertelstunde. Zunächst wurde Hans Abrahamsen der Richtung der „neuen Einfachheit“ zugerechnet. Ende des vergangenen Jahrhunderts verstummte er für fast zehn Jahre. Heute zählt er zu den wichtigsten Vertretern der Moderne. An der Semperoper Dresden ist derzeit Abrahamsens Oper „The Snow Queen“ zu erleben.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Jazz Live

„Kreativ im Kollektiv“ Der Gitarrist Teis Semey und sein Ensemble „En Masse!“
Teis Semey, Gitarre, Komposition
José Soares, Altsaxofon
Jesse Schilderink, Tenorsaxofon
Jort Terwijn, Kontrabass
Sun-Mi Hong, Schlagzeug
Aufnahme vom 23.8.2025 beim Jazzfestival Saalfelden
Am Mikrofon: Thomas Loewner
Mitreissender Auftritt von einem der kreativsten Musiker der aktuellen Amsterdamer Szene und seiner hochkarätig besetzten Band.
Jung. Kreativ. International. Amsterdam bietet zurzeit eine der aufregendsten Jazz-Szenen in Europa und Teis Semey ist einer ihrer herausragenden Vertreter. Beim Jazzfestival Saalfelden 2025 war der dänische Gitarrist in mehreren Konzerten zu erleben. Den Höhepunkt bildete aber der Auftritt seiner Band En Masse! auf der Hauptbühne des österreichischen Festivals. Für das international besetzte Ensemble komponierte der 1993 in Aalborg Geborene energiegeladene Musik voll überraschender Wendungen, die immer wieder für Zwischenapplaus sorgte. Egal ob kantige Rockriffs, zart hingetupfte Klänge oder rhythmisch vertrackte Passagen: Die fünf Musiker präsentierten sich als perfekt aufeinander eingespielte Einheit und großartige Solisten.


22:00 Uhr radio3 Jazz

Makiko Hirabayashi Weavers. Mit Thomas Haak
Nun ist sie auch in ihrem Tour-Programm bzw. auf ihrem Album „Gifts“ zu hören: Die Musik, die Makiko Hirabayashi 2023 für die Händel-Festspiele in Halle komponierte und die Jazzredaktion des BR von einem seltenen Klassik-Jazz-Glücksfall und Album des Jahres sprechen lässt. Jazz studiert hat die in Tokio und Hongkong aufgewachsenen Pianistin zunächst in Boston, danach in Kopenhagen, wo sie im Laufe von 35 Jahren zu einer festen Größe geworden ist. Ihre Kompositionen speisen sich zwar aus Händels Musikkosmos, wurzeln aber tief in der Sprache des Jazz und wandeln durch dessen Freigehege.


22:03 Uhr SWR Kultur Open World

Märchenhaftes aus Armenien: Tigran Hamasyan. Mit Noelle O’Brien-Coker


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature

Es ist aus – und jetzt?! (4/4) Bienensterben, Rentenpunkte und offene Beziehung
Von Anke Stelling und Lola Randl
Regie: die Autorinnen Deutschlandfunk 2025

Eine Trennung reißt einem das Herz heraus, aber sie gibt einem auch die Chance für einen Neuanfang. Fragt sich nur, was genau eigentlich neu anfängt.
Lola hat’s zwar nicht geschafft, für Anke einen neuen Mann zu finden, dafür hat sie die brandenburgische Heimat jetzt endlich hinter sich gelassen und ist mit der Familie nach Rom gezogen. Hier will sie Anke die Schönheit des Neuanfangs vorleben.


23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde

Carl Friedrich Abel – Gambist, Komponist, Konzertveranstalter (2/5) Mit Sabine Weber


23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Zeit-Ton

Zeit-Ton Spurensuche Peter Ronnefeld: Ein außergewöhnliches Musik-Talent
Das Werk des Komponisten, Dirigenten und Pianisten Peter Ronnefeld.

Der 1935 – also vor 90 Jahren – in Dresden geborene Peter Ronnefeld war als Komponist, Dirigent und Pianist ein Multitalent. Obwohl er mit nicht einmal 31 Jahren starb, war ihm in dieser kurzen Zeit eine außergewöhnliche musikalische Karriere vergönnt, die ihresgleichen sucht: Als Komponist nahm er Unterricht bei Boris Blacher in Berlin und bei Olivier Messiaen in Paris; bereits im Alter von 20 Jahren gewann er zudem den ersten Preis beim Dirigentenwettbewerb in Hilversum, erste Lehraufträge schlossen sich an – und wenig später wirkte Ronnefeld zunächst als Solorepetitor an der Wiener Staatsoper sowie als Assistent Herbert von Karajans; außerdem war er damals als Cembalist Mitwirkender beim Concentus Musicus von Nikolaus Harnoncourt. 1961 wurde er dann Chefdirigent an den Städtischen Bühnen Bonn, ab 1963 sogar jüngster Generalmusikdirektor Deutschlands am Opernhaus Kiel.
Daneben war Ronnefeld aber immer sein Komponieren wichtig, auch in diesem Metier galt er als eine Art „Wunderkind“, seine ersten Kompositionen schuf er mit neun Jahren. In der kurzen Zeit, die ihm blieb, entstanden dann nicht weniger als zwei Opern, zwei Ballette, Orchestermusik, und eine große Anzahl an sonstigen Instrumental- und Vokalwerken.
Ronnefeld, der mit vielen wesentlichen Exponenten des Kulturlebens des 20. Jahrhunderts wie eben Karajan, Harnoncourt, aber auch Thomas Bernhard und Aribert Reimann befreundet war, lebte längere Zeit in Wien und ist auch hier begraben. Anlässlich der Wiederaufführung seiner abendfüllenden Oper „Die Ameise“ im Dezember 2025 an der Oper Bonn begibt sich „Zeit-Ton“ auf Spurensuche nach diesem außergewöhnlichen Musiker.


23:04 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix

Post Punk & Artverwandtes. Mit Noe Noack
Um Post Punk Bands die auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen sind geht es in diesen ARD Late Nite Sounds. Und um Bands, die den Sound dieses Genres zurück zu seinen Wurzeln verfolgen.


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