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Reise unter die Gehirnschale eines Riesen – Sieben Abschweifungen zu Jean Paul

Von Holger Noltze (WDR 3). „Titan“ hieß nicht nur sein mit phantastischen Vorschüssen finanzierte Riesenroman. Ein Titan war der Autor Jean Paul selbst, was die schiere Anzahl beschriebener Seiten betrifft. Vor 200 Jahren ist der Großmeister der skurrilen Einfälle gestorben.

Jean Paul, als Johann Paul Friedrich Richter in einem Pfarrershaus in Franken aufgewachsen, ist in seinem Leben nicht aus der Provinz herausgekommen. Doch hat er in seinen Büchern die abenteuerlichsten Achterbahnfahrten der deutschen Literatur unternommen – vom Höchsten hinab zum weithin Abgelegenen. Bis heute kann es eine dabei schwindlig aus der Kurve tragen. Zigtausend Seiten umfasst Jean Pauls Werk und Nachlass. Ausdruck einer rastlosen Schreibwut und seiner kommutativen Poetik – aus den Zettelkästen sollten sich auch nach seinem Tod noch immer neue Romane zusammensetzen lassen.

Reise unter die Gehirnschale eines Riesen – Sieben Abschweifungen zu Jean Paul
Von Holger Noltze
Redaktion Adrian Winkler
Produktion WDR 2013

© WDR 3, Kulturfeature, 16.11.2025

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