Release Tipp: Flin Van Hemmen & Jozef Dumoulin – Too Tall To Sing: New Dance Moves / Shhpuma

Dass Musiker Audiofiles austauschen, die diese wechselseitig bearbeiten und das über Kontinente hinweg, ist nicht neu. Vieles davon kann man vergessen, aber das hier hat eine Qualität, die mich die ganz Zeit über fesseln konnte.


Vor Jahren spielten Flin und Jozef zusammen in einem akustischen Jazz-Quartett (wer weiß welches das war?), und nach und nach entdeckten Sie ein gemeinsames Interesse abstrakten Klangforschungen. Die Arbeit an diesem gemeinsamen Abenteuer war eine hervorragende Möglichkeit, Klänge auf eine völlig neue Weise zu mischen. © Shhpuma



Flin van Hemmen und Jozef Dumoulin aka „Too Tall To Sing“ beschlossen 2020 ein gemeinsames Album zu produzieren. Uns so begannen Sie Musikfiles über Paris nach New York auszutauschen. Diese wurden bearbeitet, oft auch radikal verändert. Dafür war wirklich alles erlaubt und ein breites Spektrum an Instrumenten und Klangquellen zum Einsatz kam: Percussion, Klavier, Keyboards, elektronische Programmierung und vor allem: eine ganze Menge Sampling und Field Recordings! © Shhpuma



Flin van Hemmen – sampling, piano, percussion, voice
Jozef Dumoulin – sampling, piano, keyboards, e-drums, programming

released March 18, 2022

All music by Flin van Hemmen and Jozef Dumoulin
Recorded in New York and Paris | Mixed by Flin van Hemmen and Jozef Dumoulin | Mastered by Taylor Deupree at 12K Masterig
Produced by Flin van Hemmen and Jozef Dumoulin | Executive production by Travassos for Trem Azul | Design by Travassos


Man kann sagen, dass diese Musik eine Sample Schlacht ist und eine Ansammlung von Fieldrecordings ohne Ende. Entstanden ist dabei in gewisser Weise ein Hörfilm. Alle Stücke habe auch eine gewisse rhythmische Grundstruktur. Hier kommen wohl Flins Fähigkeiten als Schlagzeuger zum Tragen.
Aber was mir am meisten gefallen hat, ist ein gewisser Humor, eine optimistische Grundhaltung, der sich durch die Musik zieht. Wen sich z.B. über das tragen Masken ausgetauscht wird und wie man damit aussieht. Stark ist auch ein Stück wie „Family“, wo Flin schön mit den Fellen seiner Trommeln arbeitet und dann ein anderes Sample in einem Kontrast dazu kommt. Wir hören viele, viele Kinderstimmen, Abzählreime, Mütter besänftigen Ihr Kinder usw. und ja, das Ganze hat etwas Spielerisches!

Auch nach mehrmaligen Hören treten keine Ermüdungserscheinungen auf. Gerade so ein 15-minütiges Stück wie „Treinlandschelp“ ist schon kleines Meisterstück. Natürlich empfehle ich das Hören unter Kopfhörern, da macht es noch viel mehr Spaß. Und das wünsche ich Euch auch mit dieser Musik.

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: