Release Tipps: besondere Musik für Räume und Orte
Musik von Pierce Warnecke, Gagi Petrovic, Natasha Barrett, François J. Bonnet.
Am Ende passt alles wieder zusammen. Den Ausschlag gab Pierce Warnecke mit seiner „Musik von Flughäfen“ und den Abend, als ich nur seine Musik gehört habe. Außerdem erinnerte ich mich an andere neue Releases, die jetzt zueinander passten. Ich bin froh, endlich eine Klammer für vieles gefunden zu haben. Nur so kann ich der Flut an neuer Musik beikommen. Alle vorgestellten Releases lohnen sich, auch wenn ich oft nur kurze Texte dafür habe. Musik für offene Ohren, eben!
Pierce Warnecke – Music From Airports / Room 40
Nachdem man die Musik von Pierce Warnecke gehört hat, betritt man Flughäfen anders. Was war es, das so ähnlich klang, oder war es der Sound? Das ist die Qualität seiner Musik. Sie verändert die Wahrnehmung, unsere Aufmerksamkeit ist eine andere. Seine Musik braucht den Flughafen als Raum nicht, sie steht für sich. Das ist ungemein spannend. Hören Sie die Musik am besten mit Kopfhörern, am besten im Sitzen, sonst wird es mit der Orientierung schwierig. Ich empfehle sie unbedingt!
Gagi Petrovic – Music for Dance and Theatre 2011-2024 / Moving Furniture Records
Wir hören Kompositionen für Ballett und Performances die Gagi Petrović in den letzten 13 Jahren komponiert hat. Seine Musik ist von starken Kontrasten geprägt. Diese Sammlung von, nennen wir es Soundtracks, die halluzinatorische Atmosphären, industrielle Impulse, gebrochene Melodien und eindringliche Texturen umfasst, zeigt seine Fähigkeit, Klänge sowohl mit psychologischer Tiefe als auch mit emotionaler Wirkung zu formen. Wir hören Musik ohne Tanz und das funktioniert.
Natasha Barrett – Toxic Colour / Persistence of Sound
Die hier von Natasha Barrett veröffentlichte Musik entfaltet ihr volles Potenzial, wenn sie mit Kopfhörern gehört wird. So entfalten sich die Klänge in ihrer ganzen Schönheit, und wir spüren den Raum und die Atmosphäre – ein phänomenales Erlebnis. Lehnt euch zurück und lasst euch entführen. Das wird eine Reise, die Ihr so noch nie erlebt und gehört habt. Das ist etwas ganz Besonderes, etwas Unerhörtes!
François J. Bonnet – Banshee / Portraits GRM
Banshee ist nichts für schwache Nerven. Die Musik von François J. Bonnet ist düster, bedrohlich und voller Schockmomente. Man weiß nie, wohin das „kleine Boot“ gelangt und wann die Banshee zuschlägt. Zum Schluss bleibt nur das Heulen des Windes. Faszinierend.